Post by implemented! GmbH
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Ein KPI-Cockpit schafft noch keine Steuerung. Oft erfüllt es vor allem eine andere Funktion: Es beruhigt. Weil etwas sichtbar ist, entsteht der Eindruck von Kontrolle. Genau darin liegt der Denkfehler. Viele Reportings messen vor allem Aktivität, Auslastung oder Prozessbewegung. Das ist nicht wertlos. Aber es ist etwas anderes als Wirkung. Wer nur verfolgt, was getan wurde, erfährt noch nicht, ob sich dadurch ein relevantes Ergebnis verändert hat. In der Praxis führt das zu einer gefährlichen Verschiebung. Teams optimieren auf gute Berichtslagen, nicht auf bessere Entscheidungen. Kennzahlen werden sauber erhoben, regelmäßig verteilt und in Meetings besprochen. Trotzdem bleibt unklar, welche Maßnahme gestoppt, verstärkt oder korrigiert werden sollte. Transparenz wird dann mit Steuerungsfähigkeit verwechselt. Je dichter das Cockpit, desto größer oft die operative Unschärfe. Denn entscheidungsrelevant sind nicht möglichst viele KPIs, sondern die wenigen Zusammenhänge, aus denen sich Konsequenzen ableiten lassen. Ein belastbares KPI-System beginnt deshalb nicht mit der Frage, was verfügbar ist. Sondern mit der Frage, welche Entscheidung besser getroffen werden muss. Erst danach lässt sich bestimmen, welche Kennzahl dafür tatsächlich etwas beiträgt. Reporting ist nützlich. Aber als Beruhigungsmittel ist es zu teuer. #KPISteuerung #ManagementReporting #Entscheidungsrelevanz #BusinessIntelligence