Post by Iman El Sonbaty
Managing Director & Chief Growth Officer | Leadership in times of transformation | Focus on Sustainability, Digitilazation & Energy
🌟 Die energiepolitische Debatte um EEG-Novelle, Netzpaket und StromVKG wird derzeit vor allem unter dem Stichwort System- und Kosteneffizienz geführt. Das ist richtig und notwendig. Ein Aspekt, der aus meiner Sicht in den vergangenen Jahren zunehmend in den Hintergrund geraten ist, ist der Arbeitsmarkt. 🇩🇪 Die Bertelsmann Stiftung erinnert daran: Mittlerweile arbeiten 436.000 Menschen in Deutschland in der Erneuerbaren-Branche – mehr als jemals zuvor. In meiner täglichen Arbeit erlebe ich immer wieder, dass die Energiewende weit mehr ist als ein Klimaschutzprojekt. Sie kann ein starker Beschäftigungs- und Wertschöpfungsmotor sein. Voraussetzung dafür sind langfristig verlässliche Rahmenbedingungen, klare Ausbauperspektiven und funktionierende Marktmechanismen. Was Investitionen hingegen erschwert, ist Unsicherheit. Fehlende Planungssicherheit führt dazu, dass Unternehmen Entscheidungen verschieben, Projekte später starten oder Investitionen gar nicht erst tätigen. Genau diese Unsicherheit erleben wir derzeit an verschiedenen Stellen. Die Studienautorinnen und -autoren verweisen insbesondere auf den geplanten Redispatch-Vorbehalt sowie die vorgesehene Neuausrichtung der Förderung von Dach-PV-Anlagen. Beides könnte Investitionen bremsen – mit entsprechenden Folgen für Beschäftigung und regionale Wertschöpfung. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass die Bundesregierung mit den geplanten Reformen ein wichtiges und richtiges Ziel verfolgt: Die Energiewende muss systemischer, effizienter und damit langfristig auch bezahlbar gestaltet werden. Nach Jahren eines vor allem mengenorientierten Ausbaus müssen Fragen der Netzintegration, der Flexibilität und der Systemkosten stärker in den Mittelpunkt rücken. Die Studie der Bertelsmann Stiftung ist deshalb für mich kein Plädoyer gegen Reformen. Sie erinnert vielmehr an einen zentralen Erfolgsfaktor der Energiewende: Verlässlichkeit. Denn in Infrastruktur, Erzeugungskapazitäten und Fachkräfte wird nur dann investiert, wenn die Rahmenbedingungen stabil und berechenbar sind. Genau das erlebe ich in Gesprächen mit Unternehmen, Partnern und meinen Kolleginnen und Kollegen bei den Stadtwerke Karlsruhe immer wieder. 👉 Wie immer freue ich mich über Austausch und Perspektiven. 📕 Der Link zum Focus Papier Arbeitsmarkt ist in den Kommentaren zu finden. Bertelsmann Stiftung Jana Fingerhut Roman Wink Marcel Linnemann Ernst-Christoph Stolper Frank Oesterwind Tassi Giannikopoulos, Dr. Mustafa Şahin Jonas Rex-Quincke Dr. Stefan Preiß Janka Schwaibold Andreas Mosig Ludwig Kroemer Jürgen Schmitt Wolfgang Jaske #Energiewende #Energiepolitik #Versorgungssicherheit #Transformation #Stadtwerke LinkedIn News DACH #StadtwerkeTransformation