Post by Hosna Pourhashemi, Ph.D.
Landschaftsarchitektin ¦ Projektleitung ¦ Freiraum, Klima & Stadtentwicklung ¦ Founder of Global Design Language “CharBagh” ¦ BSLA, Frau & SIA Board
Das letzte Interview mit Balz Halter AG in der NZZ hat mich an eine Frage erinnert, die mich seit Längerem beschäftigt: Warum sprechen wir in der Debatte über Wohnungsbau so selten über die Qualität der Räume zwischen den Gebäuden? Aus meiner Sicht wird jedoch eine entscheidende Frage noch zu wenig gestellt: Wie schaffen wir lebenswerte Quartiere – nicht nur mehr Wohnraum? Die Qualität einer Stadt entscheidet sich nicht erst mit der Architektur eines Gebäudes, sondern bereits in den frühen Planungsphasen. Dort wird festgelegt, wie Gebäude mit Freiräumen zusammenspielen, wie Strassen und Plätze funktionieren, wie Wasser, Bäume und Biodiversität integriert werden, wie Mobilität organisiert wird, und wie Orte entstehen, an denen Menschen sich gerne aufhalten. Verdichtung allein ist deshalb kein Qualitätsmerkmal. Erst das Zusammenspiel von Landschaftsarchitektur, Architektur, Städtebau, Mobilität, Infrastruktur und sozialräumlicher Entwicklung schafft langfristig lebenswerte Quartiere. Vielleicht sollten wir in der öffentlichen Diskussion deshalb nicht nur fragen: Wie viele Wohnungen brauchen wir? Sondern auch: Welche Stadt wollen wir gemeinsam bauen – und für wen? Denn wir planen nicht nur Gebäude. Wir planen das Leben zwischen den Gebäuden. Hier noch den Link zum Interview: https://lnkd.in/eezNBa88 #Stadtentwicklung #Wohnungsbau #Innenentwicklung #Freiraum #Landschaftsarchitektur #Baukultur #Klimaresilienz #UrbanDesign