Post by Hoffmann Group

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Viele Unternehmen wollen die digitale Fertigung, und das ist nachvollziehbar. Bevor Daten allerdings einen Mehrwert schaffen, müssen sie zunächst einmal stimmen. In der Praxis sieht das oft anders aus: Bestände sind nicht aktuell, Werkzeugdaten werden genutzt, aber nicht zentral gepflegt. Dadurch entstehen Duplikate, Abweichungen und Mehraufwand. Außerdem sind Artikel oft doppelt angelegt, Werkzeuge werden von verschiedenen CAM-Programmierern unterschiedlich benannt. Letztendlich führt das zu einem Vertrauensproblem. Trotz vorhandenen Prozessen und Systemen vertrauen Kollegen nicht darauf und legen lieber ihre eigenen "geheimen" Schattenlager an. Unter diesen Bedingungen entsteht keine Transparenz, sondern lediglich der Anschein davon. Entscheidend ist deshalb weniger die Frage, ob ein System vorhanden ist, sondern ob die Fertigung diesem System im Alltag tatsächlich vertraut. Wenn Mitarbeitende trotz Software weiterhin fragen, suchen, telefonieren oder eigene Listen führen, hat die Digitalisierung ihr eigentliches Ziel verfehlt, und zwar nicht auf technischer, sondern auf praktischer Ebene. Ein einfacher Realitätscheck ist deshalb: ✅ Schauen Mitarbeitende zuerst ins System oder fragen sie zuerst einen Kollegen? ✅ Werden Werkzeugdaten nur gepflegt oder wirklich für Planung, Rüstung und CAM genutzt? ✅ Sind Bestände so zuverlässig, dass niemand eine eigene Excel-Liste braucht? ✅ Werden Abweichungen im System korrigiert oder im Alltag stillschweigend umgangen? Digitalisierung beginnt nicht mit zusätzlicher Software, sondern mit Vertrauen in die vorhandenen Informationen. Und dieses Vertrauen entsteht nur, wenn Daten im Shopfloor genauso belastbar sind wie ein Messprotokoll, ein Werkzeugvoreinstellwert oder eine Maschinenfreigabe. Woran merkt ihr am schnellsten, ob ein System im Shopfloor wirklich akzeptiert ist? 👇 #Digitalisierung #Zerspanung #Fertigung #Industrie40 #Software

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