Post by Dr. Dominic Henze

Head of IT Delivery

Wenn eine KI in Minuten liefert, wofür ein Berufseinsteiger Tage und Betreuung gebraucht hätte, warum sollte ein Unternehmen dann noch Juniors einstellen? Diese Frage haben ich vor einem Monat im Podcast "Zoomer meets Boomer" mit Oskar Trautmann und Michael Trautmann diskutiert. Auch wenn ich immer wieder lese, dass Unternehmen wieder mehr Leute einstellen, um die KI zu betreuen und Juniors, weil sie kostengünstiger sind als die aktuellsten Modelle, glaube ich trotzdem nicht, dass sich das Problem von selbst löst. Es kommen ständig neue, kostengünstigere Modelle auf den Markt und auch die lokal ausführbaren Modelle sind auf einem Stand, der für viele Aufgaben mehr als ausreichend ist, man braucht nicht immer das neueste Modell. Und damit bleibt die eigentliche Frage offen: Wer baut in zehn Jahren die kritische Infrastruktur, wenn heute niemand mehr unten anfangen kann und von Unternehmen in realen Projekten ausgebildet wird? Auch wenn ich KI-gestützte Lernassistenten gebaut habe und diese als unglaublich hilfreich mit der richtigen Herangehensweise sehe, stellt sich auch in der Bildung die Frage: Welchen Wert hat ein Studienabschluss, wenn ich nicht mehr sicher sein kann, wie viel ein Student selbst geliefert hat oder liefern kann? Wenn euch das Thema und KI in der Lehre beschäftigen, hört gerne nochmal in den Podcast rein und lasst uns in den Kommentaren diskutieren. https://lnkd.in/djM39Ec8 <- zum podcast