Post by Henrika Brühne
Geschäftsführende Partnerin Mediamoss Straight Consulting
„Das haben wir schon immer so gemacht." So könnte das inoffizielle Motto aller Innovationen lauten, die garantiert nie passieren werden. Dieses Denken ist generell gefährlich, aber im KI-Zeitalter der Todesstoß. Ich habe diesen Satz häufig in meiner beruflichen Laufbahn gehört. Und er kommt mir auch heute in Change-Beratungsgesprächen immer mal wieder unter. Ich erinnere mich, wie ich mit Führungskräften und Bereichsleitern zusammensaß, voller Ideen und voller Energie. Ich zeigte ihnen, wie kleine Veränderungen in den Prozessen eine große Wirkung entfalten könnten. Die bisherigen Abläufe waren extreme Ressourcenfresser, also erwartete ich Zustimmung. Die Antwort aber war eindeutig: „Warum sollen wir die Prozesse verändern? Das haben wir schon immer so gemacht. Das hat früher auch funktioniert.“ Sätze wie ein Betonklotz. Schwer, starr und tödlich für jede Weiterentwicklung. Als seien Gewohnheiten ein Schutzwall gegen Veränderungen. Tatsächlich sind sie der schnellste Weg in den organisatorischen Selbstmord. „Das haben wir schon immer so gemacht." Dieser Satz ist deshalb so gefährlich, weil er das Bekannte schützt, aber das Neue blockiert. Er gibt Sicherheit, aber verhindert Innovation. Er klingt harmlos, ist aber der Anfang vom Stillstand. Veränderung ist kein Risiko. Veränderung ist eine Chance. Nur wer bereit ist, Gewohntes zu hinterfragen, kann wachsen. Nur wer mutig genug ist, alte Muster zu verlassen, wird Fortschritt erleben. Auch wenn der Wandel anfänglich unbequem ist. Unternehmen und Personen, die sich nicht verändern, werden nicht nur überholt, sondern drohen zu verschwinden. Denn das Gegenteil von Change ist nicht Stabilität, sondern Verfall. Wenn Ihnen jemand sagt „Das haben wir schon immer so gemacht“, sollten Sie zurückfragen „Und was hat das bisher gekostet?“ Denn Stillstand ist der teuerste Luxus, den sich ein Unternehmen leisten kann. #ChangeManagement #Transformation #Mediamoss #Straight #Prozesse