Post by Hendrik Lünenborg
NDR Intendant
Journalismus wirkt. Hartnäckig bleiben lohnt sich so sehr. Zwei Investigativ-Journalistinnen des NDR haben mit ihren jahrelangen Recherchen eine internationale Ermittlungsoperation gegen ein weltweit organisiertes Vergewaltiger-Netzwerk ausgelöst. Bundeskriminalamt und die National Crime Agency informierten heute in London über die gemeinsame Operation. Ende 2024 hatten meine Kolleginnen Isabell Beer und Isabel Ströh erstmals im YouTube-Rerchercheformat STRG_F berichtet, wie Mitglieder des Vergewaltiger-Netzwerkes Frauen betäuben und vergewaltigen und die Aufnahmen der Taten in Chatgruppen teilen. Weltweit wurden bereits 156 Opfer und Täter identifiziert, 113 Ermittlungsverfahren ausgelöst und es kam zu 57 Festnahmen, berichtet die britische National Crime Agency (NCA) heute auf einer Pressekonferenz in London. Nigel Leary, Deputy Director at the National Crime Agency (NCA): "Ich möchte zudem die Arbeit zweier deutscher Investigativ-Journalistinnen – Isabell Beer und Isabel Ströh – würdigen. Sie lieferten den deutschen Strafverfolgungsbehörden Informationen über organisierte Sexualstraftaten und häusliche Gewalt, die von Männern gegen Frauen verübt wurden – insbesondere über ein Online-Forum. Ihre Beharrlichkeit hatte zweifellos konkrete Auswirkungen auf die Betroffenen dieser entsetzlichen Verbrechen.“ Ich danke meinen Kolleginnen sehr für Ihre Ausdauer und die herausragende Arbeit. Das ist wirklich großartig und ihr seid zurecht mehrfach ausgezeichnet worden. Weiter so! Norddeutscher Rundfunk ARD Mediathek & Das Erste Ilka Steinhausen funk - Content-Netzwerk von ARD und ZDF Netzwerk Recherche Annette Leiterer Florian Hager Juliane von Schwerin Daniel Drepper Bundeskriminalamt BKA