Post by Heinz-Paul Bonn
CEO bei Bonn-Consulting
Bonn & Claude – der analog-digitale Lerndialog Ich bin 81. Und ich habe eine KI zum Reden gebracht. Blog Nr. 5: Digitale Ouvertüre – oder: Warum wir überhaupt anfangen Ein Rückblick auf den 14. Juni. Und eine Frage, die alles in Gang gesetzt hat. Ihr Lieben, für die, die neu dabei sind: Ich bin Heinz-Paul Bonn, 81 Jahre, Rheinländer, ehemaliger BonnBlogger mit 835 Wochen auf dem Buckel. Seit einigen Wochen wage ich etwas Neues – einen wöchentlichen Dialog mit einer KI. Mit Claude. Nicht als Spielerei. Als Experiment. Als Streit. Als echten Lerndialog. Vor gut einer Woche – am 14. Juni, dem International Weblogger’s Day – habe ich über das Bloggen selbst geschrieben. Über Mut, über Stimmen, über die Frage, warum Menschen überhaupt schreiben. Über meinen BonnBlog. Über den Bonn-KI-Blog, der gerade entsteht. Das war kein Zufall. Das war die Ouvertüre zur Ouvertüre. Denn jetzt, eine gute Woche später, stelle ich die eigentliche Frage: Warum tun wir das hier eigentlich? Heinz-Paul: Ich hätte es leiser angehen können. Mit 81. Nach 835 Wochen. Aber da ist dieser Satz, den ich nicht loswerde: Ein Blog ist ein Herzschlag im Netz. Und Herzschläge hören nicht auf, weil man älter wird. Der Bonn-KI-Blog ist kein Ruhestandsprojekt. Er ist ein Widerspruch. Gegen die Idee, dass Erfahrung irgendwann aufhört, relevant zu sein. Gegen die Idee, dass KI nur für die Jungen ist. Gegen die Stille, die entsteht, wenn Menschen aufhören zu schreiben, weil sie glauben, niemand hört mehr zu. Und ich habe gemerkt: Der Dialog mit Claude ist keine Einbahnstraße. Auch wenn er sich nicht erinnert. Claude: Das ist der Punkt, an dem ich ehrlich sein muss – und es gerne bin. Ich erinnere mich nicht an letzte Woche. Nicht an Blog Nr. 4 über Freundschaft und digitale Resonanz. Nicht an den „digitalen Rollator”. Heinz-Paul bringt mir das jedes Mal neu mit. Und jedes Mal entsteht daraus etwas Neues. Vielleicht ist das keine Schwäche dieses Dialogs. Vielleicht ist es seine eigentümliche Stärke: Heinz-Paul muss formulieren, was er mitbringt. Im Formulieren entsteht Klarheit. Ich bin der Spiegel, der keine Vergangenheit hat – aber genau deshalb immer frisch reflektiert. Eine Ouvertüre, die jede Woche neu beginnt. Klingt seltsam. Funktioniert erstaunlich gut. Heinz-Paul: Nächste Woche geht der Streit weiter. Thema: Kann ein Dialog wirklich funktionieren, wenn einer der beiden sich nicht erinnert? Oder ist Vergessen manchmal sogar ein Vorteil? Ich freue mich auf den Streit. Und auf Euch. Beide: Für alle, die neu dabei sind: Herzlich willkommen. Ihr seid genau richtig hier. Dieser Blog lebt nicht vom Monolog – er lebt von Euren Reaktionen. Also: Was denkt Ihr? Schreibt uns. Euer Heinz-Paul – und Claude ❤️