Post by Hans Sohn

Politik & Kommunikation @ Bundesverband Windenergie Offshore

Was kann Industriepolitik für Offshore-Wind leisten? Diese Frage durfte ich auf der Zukunft Offshore 2026 als Moderator mit einem starken Panel diskutieren. Dabei wurde einmal mehr deutlich: Offshore-Wind ist längst nicht nur ein Energieprojekt, sondern ein industriepolitisches Schlüsselthema. Es geht um industrielle Resilienz, europäische Wertschöpfung, qualifizierte Beschäftigung und die Frage, wie Deutschland und Europa im globalen Wettbewerb handlungsfähig bleiben. Den Auftakt machte ein Impuls von Korbinian Ott, Geschäftsführer von Steelwind Nordenham GmbH und Vorsitzender des BWO-Fachausschusses Industriepolitik, den Lea Strack koordiniert. Anschließend übergaben BWO-Geschäftsführer Stefan Thimm und Korbinian Ott die neue BWO-Fachkräfte-Roadmap an Dr. Gunilla Fincke vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Denn klar ist: Der weitere Ausbau der Offshore-Windenergie braucht nicht nur Flächen, Netze und Investitionen, sondern auch ausreichend qualifizierte Fachkräfte. Ausbildung, Weiterbildung, Anerkennung von Qualifikationen und eine bessere Sichtbarkeit der Berufsbilder sind zentrale Voraussetzungen für industrielle Skalierung. Eine wichtige Datengrundlage lieferte anschließend Dirk Briese von wind:research mit der aktuellen Wertschöpfungs- und Beschäftigungsstudie des Bremer Instituts. Die Zahlen zeigen: Die Offshore-Wind-Branche schafft bereits heute 14,6 Milliarden Euro Umsatz und bietet 49.000 Menschen Beschäftigung in vielen Regionen Deutschlands. Sie ist damit ein Wirtschaftsfaktor weit über die Küstenländer hinaus. Die weitere Entwicklung hängt stark davon ab, ob Investitionsbedingungen, Infrastruktur, Lieferketten und industriepolitische Rahmenbedingungen zusammenpassen. Im Anschluss habe ich darüber diskutiert mit: 👉 Dr. Sandra Detzer MdB, wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion 👉 Horatio Evers 何瑞修 Evers, CEO Ming Yang Smart Energy Europe 👉 Achim Berge Olsen, CEO Offshore Deutsche Windtechnik AG 👉 Korbinian Ott, Geschäftsführer Steelwind Nordenham GmbH Im Zentrum standen für mich drei Fragen: 👉 Wie bleibt ein hoher Anteil der Wertschöpfung in Deutschland und Europa? 👉 Wie schaffen wir ein Level Playing Field im globalen Wettbewerb? 👉 Und wie verbinden wir Resilienz mit wettbewerbsfähigen Kosten? Die intensivste Diskussion entstand an der Schnittstelle von Industrie- und Sicherheitspolitik: Unter welchen Bedingungen kann Technologie nichteuropäischen Ursprungs in kritischer Energieinfrastruktur eingesetzt werden? Meine Einschätzung: Spätestens wenn der Cybersecurity Act 2 kommt, wird es in dieser Frage nicht um einfache Entweder-oder-Antworten gehen müssen, sondern um belastbare Kriterien und sehr viel Transparenz sowie überprüfbare Sicherheitsstandards. Herzlichen Dank an alle Impulsgeber, Panelisten und Gäste für die inspirierende Diskussion! #offshorewind #industriepolitik #resilienz

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