Post by Hauke Christen
Autor, Blogger, Historiker
150 Jahre Bayreuther Festspiele: Entspricht Bayreuth eigentlich der ursprünglichen Ortswahl Richard Wagners? Im Sommer ist es wieder soweit: Scharen festlich gekleideter Wagnerianer pilgern auf den Grünen Hügel, um im dortigen Festspielhaus andächtig den Klängen des Meisters zu lauschen. Eröffnet wurde einst am 13. August 1876 mit einer Aufführung des "Rheingoldes" in Anwesenheit so illustrer Gäste wie Kaiser Wilhelm I., Friedrich Nietzsche, Peter Tschaikowski, Edvard Grieg, Franz Liszt... Dabei hatte Richard Wagner anfänglich etwas anderes im Sinn. In einem Brief vom 12. November 1851 an den Musiker Theodor Uhlig ist zu lesen: "Mit dieser meiner neuen Konzeption trete ich gänzlich aus allem Bezug zu unserem heutigen Theater und Publikum heraus: ich breche bestimmt und für immer mit der formellen Gegenwart. Fragst Du mich nun, was ich mit meinem Plane vorhabe? (...) Am Rheine schlage ich dann ein Theater auf und lade zu einem großen dramatischen Feste ein. Nach einem Jahr Vorbereitung führe ich dann im Laufe von vier Tagen mein ganzes Werk auf. (...)" Bekanntermaßen ist daraus nun nichts geworden. Wer mehr über Wagners Welt erfahren möchte, wird hier fündig: https://lnkd.in/eKwKxtbX