Post by hanseWasser Bremen GmbH
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Auf der Kläranlage in Seehausen ging es in den 1960ern in erster Linie darum, Abwasser geordnet abzuleiten. Gewässerschutz spielte hingegen noch kaum eine Rolle. In den 1980er Jahren änderte sich dies mit dem steigenden Umweltbewusstsein: 💚💧 ➡️ Ausbau der Schlammbehandlung in den 1970ern Die Kläranlage erhielt zu dieser Zeit zwei zusätzliche Faulbehälter. In den heute insgesamt fünf imposanten Faultürmen wird der Belebtschlamm aus der biologischen Reinigung behandelt. Aus dem dabei entstehenden Faulgas wird im Blockheizkraftwerk (BHKW) Strom und Wärme gewonnen. ➡️ Einführung der biologischen Reinigung seit den 1980ern In sogenannten Belebungsbecken arbeiten zahlreiche Mikroorganismen daran Stickstoff und Phosphor aus dem Abwasser zu entfernen. Sie sind natürliche kleine Helfer, die in jedem Gewässer vorkommen, auf der Kläranlage nur in hochkonzentrierter Form. ➡️ Ausbau der erneuerbaren Energien am Standort Ende der 1990er Jahre drehten sich in Seehausen bereits vier kleine Windräder auf der Kläranlage. 2010 machten diese Platz für eine neue, deutlich leistungsfähigere Windkraftanlage. Am Verwaltungsgebäude wurde zudem eine Photovoltaikanlage installiert. Das Bremer Abwasser durchläuft heutzutage einen mehrstufigen und rund 45-stündigen Reinigungsprozess, bevor es sauber in die Weser und damit zurück in den natürlichen Wasserkreislauf geführt wird. ♻️ Außerdem ist die Kläranlage durch den Ausbau der Energiestromversorgung seit 2015 wieder bilanziell energieautark aufgestellt.