Post by Hans Koller MdB
Mitglied des Deutschen Bundestages | CDU/CSU-Fraktion | Energie, Umwelt, ländlicher Raum, Mittelstand, Tourismus, Klimaschutz | Direkt gewählter Abgeordneter für Passau
Windräder versteht man plötzlich anders, wenn man mal in einer solchen Anlage gestanden hat! 😯 Dann bekommt man nochmal eine ganz andere Vorstellung von den Dimensionen, der Technik und den Anforderungen, die hinter dem Thema Windenergie stecken. Ich hatte beim Vor-Ort-Termin mit dem Bundesverband WindEnergie e.V. Bayern die seltene Gelegenheit, einen Blick ins Innere eines Windrates zu werfen. Konkret haben wir uns die Windenergieprojekte Dippersricht und Happurg angeschaut. Dort kommt das wunderbare Konzept der 💨 Bürgerwindenergie zum Tragen: Bürgerinnen und Bürger, Kommunen und regionale Unternehmen können sich finanziell an der Windkraftanlage beteiligen. Die Wertschöpfung bleibt in diesem Fall vor Ort – und die Akzeptanz kann größer sein, als wenn die Anlage allein von einem Projektentwickler betrieben wird. Beim Termin ging es deshalb auch um den aktuellen Verbändeappell für mehr Windenergie im Süden. Die Verbände verweisen auf bestehende Windstromlücken in Bayern und Baden-Württemberg und fordern zusätzliche Ausschreibungsvolumina für Süddeutschland. 👍 Die dahinterstehende Frage ist aus meiner Sicht berechtigt: Bayern und der Süden Deutschlands dürfen beim Ausbau der erneuerbaren Energien nicht abgehängt werden. Vielerorts gibt es bereits genehmigte Bürgerenergieprojekte. In Planung, Gutachten und Genehmigungen wurden teilweise erhebliche Beträge investiert. Gleichzeitig zeigen die jüngsten Ausschreibungen, dass gerade Projekte im Süden häufig schwer zum Zug kommen. 👉 Darüber werden wir im parlamentarischen Verfahren intensiv sprechen müssen. Denn am Ende helfen uns keine Genehmigungen in der Schublade oder Konzepte auf Papier. Entscheidend ist, dass die Anlagen auch tatsächlich gebaut werden können!