Post by Hans Hirschmüller

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#Glosse: Dieter Nuhr, der seit Jahren mit Vorliebe die empfindlichen Stellen anderer Menschen bearbeitet, entdeckt plötzlich seine eigene Haut. Der Mann, der Generationen von Woken, Grünen, Gendernden, Klimaklebenden und sonstigen Empörungskünstlern regelmäßig das Fell über die Ohren zieht, verlangt nun selbst nach einer besonders schonenden Behandlung seines eigenen Pelzes. Kabarett nach dem Motto: Austeilen ist Kunstfreiheit. Einstecken ist Rufschädigung. Dabei gehört zur Satire traditionell beides: die Pointe und die Retourkutsche. Oder, um es mit der Logik der Manege zu sagen: Wer mit der Peitsche in den Löwenkäfig steigt, sollte sich nicht wundern, wenn einer der Löwen irgendwann zurückbrüllt. Die Antwort des „Standard“ hatte deshalb durchaus Kabarettqualität: „Die Meinungsfreiheit, die Dieter Nuhr in der Vergangenheit oft selbst gefährdet sah, gilt natürlich auch für Kommentare und journalistische Meinungsbeiträge, die nicht seiner Meinung entsprechen.“ Manchmal ist die schärfste Satire eben die Realität selbst. https://lnkd.in/gH5XVSrp