Post by Guenther Kriele
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Nach jahrelanger Suche nach dem perfekten Unsinn. Auf Deutsch. Kleines Freitags-Experiment: Ich habe über die letzten Jahre viele KI-Systeme gebeten, ein Unsinnsgedicht über die moderne Arbeitswelt zu schreiben, im Stil des deutschen Klassikers „Dunkel war's, der Mond schien helle". Zuletzt kam diese Strophe dabei heraus: „Die KI, sie schrieb ganz frei von Hand ein streng geregeltes Gedicht, sie dachte messerscharf daneben und sah das Offensichtliche nicht." So ein Lügengedicht, in dem sich jede Zeile selbst widerspricht, ist seit über drei Jahren mein heimlicher KI-Test. Gerade der Reim ist die hohe Hürde, denn Modelle denken in Tokens, nicht in Lauten. Jahrelang ging das schief. Diese Woche saß es zum ersten Mal auf Anhieb, bei Claude Opus 4.8. Ein albernes Gedicht verrät mir mehr über echtes Sprachgefühl als jede Hochglanz-Demo. Und was gibt es Schöneres als strukturierten Unsinn? Ein Lächeln zum Wochenende, viel Spaß beim Lesen. Schreiben Sie mir gern Ihre Gedanken dazu. Den ganzen Test mit allen drei Gedichten: Link in den Kommentaren.