Post by Green Planet Energy eG
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Was für ein Timing! Der Bundestag debattiert heute über das neue #Heizungsgesetz und parallel kommen zwei Meldungen rein, die eigentlich das ganze Dilemma zeigen. Im Neubau ist die Entscheidung längst gefallen: 73,6 % aller neuen Wohngebäude werden mit #Wärmepumpen beheizt. Vor fünf Jahren waren es noch deutlich unter der Hälfte, vor zehn Jahren nicht einmal jedes dritte Haus. Gas? Spielt im Neubau kaum noch eine Rolle. Während also der Markt längst Richtung Erneuerbare läuft, kommt die zweite Meldung: Industrie und Wirtschaft rechnen mit einem neuen #Ölpreisschock. Wegen geopolitischer Risiken, knapper Reserven und steigender Nachfrage drohen wieder sprunghafte Preisanstiege mit direkten Folgen für Produktion, Preise und Verbraucher. Und genau jetzt wird ein Gesetz beraten, das so tut, als könnten wir uns noch lange auf Öl und Gas verlassen. Das wirkt aus der Zeit gefallen. Denn der eigentliche Hebel ist klar: nicht der Neubau (der läuft schon), sondern der Bestand. Dort hängen noch Millionen Gebäude an Gas und Öl, mit allen Preisrisiken, die wir gerade wieder erleben. Wenn wir diese Abhängigkeit wirklich reduzieren wollen, reicht „Technologieoffenheit“ nicht. Dann braucht es: 1️⃣ Klare Ausstiegsregeln für fossile Heizungen statt neuer Schlupflöcher. 2️⃣ Energiepreise, die die Realität abbilden: günstiger Strom, ein verlässlicher CO₂-Preis. 3️⃣ Und eine verlässliche, gerechte Förderung für den Umstieg auf Wärmepumpen. Die gute Nachricht: Es funktioniert längst, wenn man es ernst meint. Die weniger gute: Das Gesetz entscheidet, ob wir diesen Weg beschleunigen oder weiter Zeit verlieren. Liebe Abgeordnete: Schauen Sie nicht auf die Debatte von gestern. Schauen Sie auf die Realität von heute!