Post by Ghisleni Partner AG
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Anfang Juni lud die Ghisleni Partner AG zur dritten Ausgabe der «Ghisleni Discorsi - zum Thema Digitales Bauen auf den Boden bringen» ein. Die Discorsi starteten mit einer der Einführung der Zukunftsforscherin Senem Wicki. Danach zeigten unsere Speaker Tanja Ganic, Ralph Hagen, Jeremias Burch und Michael Künzle von Gunz & Künzle Architekt*innen in kurzen, prägnanten Inputs, wo sie heute zum Thema Digitales Bauen stehen. Folgende Zusammenfassung aus der anschliessenden lebhaften Fishbowl-Diskussion möchten wir teilen: «Digitales Bauen verhindert Selbstbetrug» Ein eingespielter, digitalisierter und damit transparenter Planungsprozess ist effizienter, als die herkömmliche Planungsmethode, bei der ein erhöhtes Risiko für rollende Planung besteht. Der entscheidende Unterschied liegt aber weniger in der Technologie, als in der Arbeitsweise: Digitales Bauen verlangt, dass bereits am Anfang ans Ende gedacht wird – und zwar von allen Beteiligten gemeinsam. Damit wird eine im Bauwesen weit verbreitete Form des Selbstbetrugs erschwert: Die Annahme offene Fragen könne man später auf der Baustelle noch lösen. Weil ein grösserer Teil der Leistung früher erbracht werden muss, als im heutigen SIA-Phasenmodell vorgesehen, wird dessen Weiterentwicklung und insbesondere die damit zusammenhängenden Honorierungsmodelle unausweichlich. «Nicht bessere Modelle, sondern bessere Architektur» Digitales Bauen ermöglicht besseres Zusammenarbeiten in allen Phasen, garantiert sie aber nicht. Sein grösster Mehrwert liegt darin, Wissen früher zusammenzuführen und Entscheidungen auf einer breiteren Grundlage zu treffen. Voraussetzung dafür ist eine konstruktive Gesprächs- und Entscheidungskultur. Digitale Werkzeuge entfalten ihren Mehrwert nur dort, wo Menschen in der Lage sind, interdisziplinär zusammenzuarbeiten und Entscheide in flacheren Hierarchien gemeinsam zu erarbeiten. «Datenhoheit muss zur öffentlichen Aufgabe werden» Die langfristigen Folgen der zunehmenden Verdatung des Bauprozesses werden weit über einzelne Projekte hinausreichen. Mit jedem digitalen Modell entstehen wertvolle Informationen über die gebaute Umwelt – und damit eine strategische Ressource. Den Berufsverbänden kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Sie können Standards setzen, gemeinsame Interessen vertreten und dazu beitragen, dass Daten als gemeinschaftliche Infrastruktur verstanden werden – und nicht als Nebenprodukt, dessen Wert erst erkannt wird, wenn andere ihn bereits abgeschöpft haben. Mit dem Schlusswort von Florian Schalko (BIM Manager Ghisleni Partner AG) wurde der offizielle Teil des Events geschlossen: «BIM funktioniert, wenn wir nicht mehr darüber sprechen müssen!» Ein grosses Dankeschön geht hiermit an alle Teilnehmenden raus für den offenen und inspirierenden Austausch während der Fishbowl und danach bei der Führung durch den Neubau der Kantonsschule Wattwil. Wir freuen uns auf die Fortsetzung im Spätherbst 2026. #GhisleniPartnerAG #GhisleniDiscorsi #DigitalesBauen #BIM
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