Post by Georg Klöckler

CEO & Owner, Energyexpert, Investor for energy-, waste- & food industry, Business Angel; #energy #fromwastetoenergy #UCO #Biofuel #AustrianSkiGuides #MountainExperts

Man liest viel über die Schwäche der deutschen #Automobilindustrie – sinkende Marktanteile, verlorenes Vertrauen, Kunden, die sich abwenden. Ich bin nicht jemand, der schnell öffentlich Kritik übt. Aber nach monatelangen Erfahrungen dieser Art mit Pappas Österreich und einem neuen Tiefpunkt halte ich es für richtig, das hier zu teilen – für meine Community, und weil ich mir wünsche, dass es die Richtigen zum Nachdenken bringt. Auch wenn dieser Vorfall vom Umgang und der Enttäuschung vor allem Pappas Österreich betrifft, ist es doch auch leider ein Spiegelbild für die europ. Autoindustrie und Mercedes-Benz AG. Also durchaus auch Wissenswert ua für Ola Källenius, Britta Seeger, Harald Wilhelm, Norbert Bauer, Günter Graf, Pixner Peter und andere Manager. Was in den letzten Monaten passiert ist – der Reihe nach: Lieferdelay - Die Verzögerung führte für uns als Kunden zu konkreten Nachteilen. Ist so, kann passieren, im klein gedruckten stand auch fairerweise, dass es immer einige Monate länger dauern kann :-) Wir haben frühzeitig das Gespräch gesucht, Kompromisse angeboten, Lösungsvorschläge gemacht um unseren Schaden zu minimieren. Die Reaktion des Salzburger Händlers Pappas: de facto keine. Der zuständige Mitarbeiter D. war per Telefon bald nicht mehr erreichbar, verwies per WhatsApp auf seinen Vorgesetzten. Der Vorgesetzte meldete sich wochenlang nicht. Kein Rückruf. Keine E-Mail. Nichts. Frech, ungehalten und den Kunden ignorierend. Als es Ewigkeiten später zur Übergabe des Autos (GLS) kam: mehrere Stunden Wartezeit, ein Umgangston, der uns zu keinem Zeitpunkt das Gefühl vermittelte, als zahlende Kunden willkommen oder respektiert zu sein. Technisch fehlte bei einem ausgelieferten Fahrzeug das Ladungssicherungsnetz für den Bereich zwischen den Einzelsitzen der zweiten Reihe – ohne das ist das Fahrzeug für den bestimmungsgemäßen Betrieb nicht vollständig ausgerüstet, wenn man etwas im Kofferraum mitführt (kann ja passieren). Unsere Nachfrage beim Händler: Das sei unser Problem. Das hätten wir beim Kauf wissen müssen. Ein funktionierender Reserveschlüssel musste ebenso reklamiert werden. Nebensache. Das Fahrzeug war wochenlang nicht vollständig freigeschaltet merkten wir vor Kurzem. Wir stellten selbst fest, dass mehrere Funktionen nicht verfügbar waren. Ein Anruf in der deutschen Zentrale brachte die Erklärung: Das Fahrzeug war nach Auslieferung noch gar nicht vollständig aktiviert worden. Erst nach direkter Intervention durch die "Mercedes Holding" – sechs bis sieben Wochen nach Auslieferung – wurde das Problem behoben. Und jetzt: Kompressorausfall bei unter 10.000 km Bei der zweiten echten Ausfahrt versagt der Kompressor. Das Fahrzeug ist nach Einschätzung der Fachwerkstätte bis voraussichtlich Ende September nicht vollständig einsatzbereit da früher keine Ersatzteile anlieferbar sind. Traurig und leider liefert dieser Vorfall indirekt leider auch Antworten auf die Krise der europäischen Autoindustrie.