Post by Gabriele Woidelko
Bis Juni 2026 Leiterin des Bereichs Geschichte und Politik bei der Körber-Stiftung. Osteuropaexpertin und Historikerin. Motto: Ein Blick in den Rückspiegel hilft dabei, die Konflikte der Gegenwart einzuordnen.
In #Hamburg sagt man "Tschüss", das heißt "Auf Wiedersehen" .... Heute ist es soweit. Nach 30 Jahren in der Körber-Stiftung mache ich mich auf zu neuen Ufern. Nachdem es in den letzten Wochen viele "letzte Male" gab, ist heute tatsächlich Schluss. 🍀 Ich bereue nichts: nicht die tollen Jahre in der Stiftung, in denen ich so vieles mit kompetenten und menschlich bereichernden Kolleginnen und Kollegen entwickeln, ausprobieren und machen durfte; auch nicht die Begegnungen mit Netzwerken und Expertinnen und Experten in Deutschland, in ganz #Europa und darüber hinaus. Und selbst die ungezählten Reisekilometer, die in drei Jahrzehnten Stiftungsarbeit zusammengekommen sind, haben mir neue Horizonte eröffnet. Oft ging es nach Mittel-, Südost- oder Osteuropa. Denn aus Gründen, die sich niemand in meiner Familie glaubhaft erklären kann, schlägt mein Herz seit meiner Jugendzeit ostwärts. Das wird auch in meiner Zeit nach der Körber-Stiftung so bleiben. Ihr werdet also sicherlich weiterhin von mir hören zu meinem Herzensthema. 📢 "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben". Dieser Leitsatz (höchstwahrscheinlich ein Zitat von Alexander von Humboldt) gilt für mich bis heute. Und so steht für mich ab Oktober ein Perspektivwechsel und eine Horizonterweiterung an: ein Jahr lang darf ich die Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt im #Bundesfreiwilligendienst unterstützen. Möglicherweise bringe ich ein paar Dinge mit, von denen das Team dort profitieren kann. Ganz sicher aber werde ich von den Erfahrungen, dem Wissen und der Kompetenz des Teams in Sachen #Naturschutz und #Naturpädagogik profitieren und sehr viel lernen. Wir leben in einer Zeit großer geopolitischer Krisen und einer ebenso großen allgemeinen Verunsicherung. Neben den Krisen und Kriegen (z.B. Russlands Angriffskrieg gegen die #Ukraine) über die zu Recht viel berichtet wurde und wird, ist meiner Meinung nach der Verlust der #Biodiversität und das Sterben der Natur um uns herum eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Und darüber dürfen wir nicht nur reden und nachdenken, sondern wir müssen ins Handeln kommen. Jeder und jede so, wie es geht. Denn Naturschutz ist kein Luxus, sondern Teil unserer aktuellen und zukünftigen Sicherheit. Davon bin ich überzeugt. Und freue mich deshalb darauf, aktiv, konkret und vor Ort in #Hamburg ab Oktober mit anpacken zu dürfen. Meinen Kolleginnen und Kollegen in der Körber-Stiftung danke ich für 30 wunderbare, anspruchsvolle, inspirierende und reichhaltige Jahre. Und bin sicher, dass wir uns wiedersehen. An der symbolischen Adresse Kehrwieder 12, oder in der Versmannstraße bei der Loki Schmidt Stiftung, oder anderswo in und um Hamburg. Denn Gesellschaft besser machen, das geht nur gemeinsam. Und - schließlich bin und bleibe ich Historikerin - nie ohne Rückspiegel! Auf ganz bald!