Post by FRAUEN100

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Glazed Donut Skin. Cinnamon Roll Lips. Honey Hair. Wir haben uns daran gewöhnt, Beauty durch die Sprache von Essen zu erleben. Aber hat sich schon jemand gefragt, warum das genau jetzt so funktioniert? Zur gleichen Zeit, in der GLP-1-Medikamente zur Appetitzügelung gesellschaftsfähig werden und Körperscham auf Social Media wieder salonfähig ist, erfinden Beautybands eine neue Kategorie: Essen, das man anschauen, riechen und kaufen darf. Nur nicht essen. Das ist kein Zufall. Das ist Strategie. Marken wie Rhode, Gisou oder SKIMS haben verstanden: Wenn echte Genuss-Erfahrungen kulturell unter Druck geraten, entstehen Märkte für den Ersatz. Die Glasur auf dem Donut wird zur Grundierung. Der Honig zum Haarserum. Der Appetit wird sublimiert, nicht gestillt. Was das mit uns zu tun hat? Frauen sind von gewichtsbezogener Stigmatisierung am stärksten betroffen. Sie zahlen dafür mit Lohneinbußen, Beschäftigungsbarrieren und einem gesellschaftlich regulierten Verhältnis zum eigenen Körper. Food Aesthetics in Marketingkampagnen ist in diesem Kontext kein neutrales Stilmittel. Es verhandelt, was Frauen begehren dürfen. Und wir bei FRAUEN100 stellen uns deshalb eine unbequeme Frage: Ist der Trend zu Kirsche, Butter und Sahnekuchen in der Beautywelt ein Akt der Ermächtigung, der sagt "Genuss darf sein"? Oder ist es Marketing, das einen echten Hunger mit einer Illusion beantwortet? Unser neuer Blogbeitrag analysiert den Trend, sein Timing und was er über unsere Beziehung zu Körper, Konsum und Kontrolle aussagt. Link in den Kommentaren. Was denkt ihr: Befreiung oder Ablenkung?

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