Post by Franz Sommerfeld

Publizist

Sieh an. Der FAZ-Herausgeber sieht Fussball. Von all den Erwägungen, die jetzt erscheinen und das deutsche Ausscheiden als Flammenzeichen für die Lage der Deutschen überhaupt werten werden, zählen die Beobachtungen von Jürgen Kaube zu den anregenden: „Die Nationalmannschaft gehörte zu den Institutionen, die Stolz auf sich zogen. Oft durch Rumpelfußball, oft durch Kampf, die berühmten „deutschen Tugenden“, wie gesagt: nur selten durch Ästhetik. Mit dem WM-Sommermärchen 2006 änderten sich die Einstellungen im Fußball. Er wurde lernbereiter, jedenfalls acht Jahre lang, behielt aber die körperliche Kompaktheit bei. Vor allem aber ein realistisches Verhältnis zur eigenen Leistungsfähigkeit. Das änderte sich erst nach dem Weltmeistertitel…“ Und der Schluss erweist sich als bemerkenswert realistisch: „Doch enthält dieser Zweifel immerhin eine gute Nachricht für den Nationalstolz: Wir sind, fußballerisch, eben auch nichts anderes als die Türken und die Italiener.“ https://lnkd.in/dDsJkPwJ