Post by Frank Kliemt
Fortiter in re, suaviter in modo
Seelenverkauf Viele Wünsche wurden wahr So schlief er im Schlaraffenland Tag für Tag und Jahr für Jahr Genährt wohl bis zum Völlestand Und dennoch niemals satt zu kriegen Viele Verwandte und Bekannte Ja, die kannten seinen Namen Nur wenn er Bogen überspannte Und er fiel so aus dem Rahmen Dann ließen sie ihn unten liegen Besitz und Tand und Luxus horten Seht nur, wie er das nur macht Dem öffnen sich doch alle Pforten Das Glück wohl aus dem Herzen lacht Den kann man nicht besiegen Er hatte viel und suchte doch Doch wusst' er's nicht genau Irgendwas, das fehlte noch Nie wurd' er richtig schlau Dann ließ er die Gedanken fliegen Eine Lücke, die sich niemals schloss Und mochte er's auch oft versuchen Egal, wie's Füllhorn sich ergoss Und mochte er auch deftig fluchen Die Götter blieben stets verschwiegen Wir wissen nicht, wie's weiterging Und ob er jemals glücklich ward In welchem Netz er sich verfing Und ob der Nebel aufgeklart Ob er stürzte über Stiegen Was nützt die Sammlung aller Güter Hast Du des Herzens Bildung nicht So erzürnt man bloß Gemüter Kein Freund, der ihm in Not beipflicht' Tja, woran kann das nur liegen