Post by Florian Kolf
Teamleiter Familienunternehmen, Handel und Konsum bei Handelsblatt
Der Koch und Patissier Marco D'Andrea hat schon in vielen Spitzenküchen gearbeitet, zuletzt im 5-Sterne-Hotel „The Fontenay“ an der Hamburger Außenalster. Mehrfach wurde er als Pâtissier des Jahres ausgezeichnet. Doch nun hat er eine komplett neue Herausforderung: Die Beteiligungsholding Zertus GmbH hat ihn zum „Head of Taste“ gemacht. Eine seiner Aufgaben: Er soll Produkte der Marke Mondamin, die Zertus im vergangenen Jahr von Unilever übernommen hat, geschmacklich „auf das nächste Level heben“, wie es Zertus-Chef Patrick Mueller-Sarmiento formuliert. Und er soll so helfen, die angestaubte Marke Mondamin wiederzubeleben. Große Konzerne stellen immer mehr Traditionsmarken ein, darunter sogar Kultmarken wie Nestea von Nestlé und Wrigley’s von Mars. Zugleich spezialisieren sich Familienholdings wie Zertus und Katjes International darauf, vernachlässigte Marken neu zu beleben und wieder profitabel zu machen. Darunter sind bekannte Namen wie Pulmoll, Dextro Energy, Sallos-Lakritz oder Ahoj-Brause. Aber auch Luxusmodemarken wie Bogner und Missoni. „Das Thema Markenführung wird von vielen Konzernen nicht wirklich gut verstanden“, bestätigt Martin Fassnacht, Experte für Marketing und Unternehmensführung an der WHU Otto Beisheim School of Management in Düsseldorf. „Das heißt, wer wirklich versteht, wie man eine Marke entwickelt, ist klar im Vorteil und hat gute Chancen, eine Marke zu revitalisieren.“ Zusammen mit meiner Kollegin Katrin Terpitz habe ich mir angeschaut, welche Erfolgsrezepte Katjes und Zertus haben – und auf welche Details sie achten. Handelsblatt #Marke