Post by Florian Kolf

Teamleiter Familienunternehmen, Handel und Konsum bei Handelsblatt

Erst sollte die erlösende Nachricht Anfang Mai kommen, dann war Ende Mai anvisiert. Doch die Verhandlungen zwischen GALERIA und dem Finanzierungsarm des US-Konzerns Gordon Brothers gestalten sich zäh, noch wird weiter um wichtige Details gefeilscht. Die Gordon Brothers sind dafür bekannt, dass sie den Abverkauf organisieren, wenn Einzelhändler Filialen schließen. Auch mehr als 50 Standorte von Kaufhof und Karstadt haben sie schon auf ihrem letzten Weg begleitet. Doch diesmal sollen sie einen Kredit gewähren, damit es weitergeht – zumindest für einen Teil der Filialen. Einen Kreditrahmen von 160 Millionen Euro will Gordon Brothers Galeria bereitstellen, heißt es in Unternehmenskreisen. Was zunächst nach Entlastung klingt, soll jedoch an einen harten Sanierungsplan geknüpft sein, dem zahlreiche Stellen und Standorte zum Opfer fallen könnten. Mehr als 30 Filialen sollen von einer Schließung bedroht sein. Und von dem Geld wird wohl nur ein kleinerer Teil für tatsächliche Investitionen in Filialen und Sortiment zur Verfügung stehen. Gut die Hälfte dürfte schon für die Ablösung eines Altkredits draufgehen. Die große Frage ist: Können ein Kredit und erneute harte Einschnitte bei Personal und Filialen dem Händler die Zukunft retten? Handelsblatt Anja Müller

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