Post by Felix Burda Stiftung
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Die Preisträger in der Kategorie „Medizin & Wissenschaft“: „Vom Risiko zur Pflicht - Genetische und tumorbasierte Identifikation als neue Säule der Darmkrebsprävention.“ Ausgzeichnet wurden die Projektbeteiligten des Universitätsklinikum Bonn, Dr. Robert Hüneburg, Prof. Stefan Aretz, Prof. Jacob. Nattermann – von der Deutsche Krebsgesellschaft e. V. (DKG), Dr. Martin Utzig, Dr. Dr. Manije Sabet-Rashedi – von der Universität Leipzig, PD Dr. Christoph Engel - sowie vom Universitätsklinikum Ulm, Prof. Thomas Seufferlein. Im Zentrum des ausgezeichneten multizentrischen Projekts steht das Lynch-Syndrom, die häufigste erbliche Ursache von Darmkrebs. In Deutschland sind rund 300.000 Menschen vom zugrundeliegenden Gendefekt betroffen. Die ausgezeichnete wissenschaftliche Projektgruppe hat maßgeblich dazu beigetragen, dass im Rahmen der aktualisierten Darmkrebs-Leitlinie neu diagnostizierte Patientinnen und Patienten in zertifizierten Darmzentren künftig systematisch auf ein mögliches ursächliches Lynch-Syndrom getestet werden sollen. Damit wurde eine gravierende Lücke in der Versorgung geschlossen. Die Jury würdigt besonders, dass hierdurch zusätzlich gesunde Anlageträger identifiziert und in strukturierte Vorsorgeprogramme aufgenommen werden können. Eine große Chance, weitere Lynch-assoziierte Krebserkrankungen über Generationen hinweg zu verhindern. Die Preisträger erhielten aus den Händen von Pfizer-Deutschlandchef Patrick van der Loo einen Preisgeldscheck über EUR 5.000,--. Die Laudatio hielt Marion Kiechle Prof. Dr., Direktorin der Frauenklinik des TUM Universitätsklinikums München und Jurymitglied des Felix Burda Award.