Post by FAI NRW
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Doppelt geht schneller? Nicht beim Familiennachzug! Ein Kindergarten aus #NRW fragte uns kürzlich: „Geht es schneller, wenn wir zusätzlich zum Antrag der Fachkraft selbst einen Antrag auf Familiennachzug stellen?“ Die gute Nachricht zuerst: Die internationale Anwerbung war erfolgreich. Die Fachkraft ist angekommen und unterstützt das Team ab dem ersten Tag. Die Lücke im Team ist endlich geschlossen. Doch etwas fehlt: die Familie. Aus Sehnsucht stellte die Fachkraft selbst einen Antrag auf #Familiennachzug – ohne Rücksprache mit dem Arbeitgebenden. Die Kindergartenleitung war verunsichert und fragte sich, wie sie nun unterstützen kann. Aber Achtung! Ein Doppelverfahren bringt doppelte Nachteile: 👉 Bei der Behörde kann es zu Unklarheiten kommen 👉 Der Gesamtprozess verzögert sich, es dauert länger, bis die Familien wiedervereint sind 👉Die Unzufriedenheit auf allen Seiten könnte steigen Unser Experte für das Thema Familiennachzug, Boubacar Biro Diallo, gab der Einrichtung wichtige Tipps für einen reibungslosen Ablauf: „Normalerweise sollte der Antrag vom Arbeitgebenden gestellt werden. In diesem Fall war es dafür jedoch zu spät, das Verfahren in der Deutschen Botschaft bereits in Bearbeitung. Jetzt ist es wichtig, dass die Einrichtung eng mit der Fachkraft zusammenarbeitet, um die weiteren Schritte einzuleiten: Ein Termin beim Einwohnermeldeamt zur Ausstellung der Meldebescheinigung. Ein Termin bei der Ausländerbehörde, um alle erforderlichen Unterlagen einzureichen. Und schließlich die Beantragung der Aufenthaltstitel bei der Ausländerbehörde. Außerdem gilt es die Ankunft der Familie gut vorzubereiten.“ Familiennachzug ist Teamarbeit – zwischen Fachkraft, Einrichtung und Behörden. Sie befinden sich in einer ähnlichen Situation? Wir beraten Sie gerne. #FAINRW #FachkräfteoffensiveNRW #Integration