Post by Erich Pick
Renewable Energy, Energy Transition, Art & Science
Vorgestern ein intensiver Tag in Hannover bei der Auftaktveranstaltung des Strom‑Wärme Hubs von der Marktoffensive Erneuerbare Energien bzw. von Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) und IHK Hannover. Viele Perspektiven, ein klarer Befund: Strom und Wärme müssen konsequenter zusammengedacht werden. Die Beiträge haben gezeigt, wo wir stehen – und wo die Lücken liegen. Die Elektrifizierung der Wärme ist technisch in vielen Bereichen möglich. Aber sie kommt noch zu langsam in die Umsetzung. Es fehlt oft nicht an Lösungen, sondern an Rahmenbedingungen, Verlässlichkeit und Geschwindigkeit. Einige zentrale Punkte aus meiner Sicht: 🟢 Sinkende Marktwerte im Strombereich und ein gleichzeitig unter Druck stehender Wärmemarkt machen ein integriertes Systemdenken notwendig. 🟢 Elektrifizierung braucht einen klaren Rahmen: wettbewerbsfähige Strompreise, passende Regulierung, Ausbau der Infrastrukturen und tragfähige Finanzierungsmodelle. 🟢 Es fehlen bislang ausreichend Akteure, die Strom- und Wärmesysteme gemeinsam entwickeln und betreiben. In den Diskussionen wurde auch deutlich, wie stark die wirtschaftliche Logik das System prägt. Dabei treffen hohe Investitionen auf vergleichsweise niedrige Betriebskosten. Diese Herausforderung kann aber auch Stabilität für unsere Energiesysteme schaffen – wenn Finanzierung und Risikoverteilung passen. Technisch wird sich vieles über Flexibilität entscheiden. Wärme- und Batteriespeicher sind dabei kein Nebenthema, sondern zentraler Baustein. Sie verbinden Strommarkt und Wärmesystem. Wärmespeicher nutzen eine einfache Ressource: Wasser statt knapper Materialien. Zwei weitere Punkte ziehen sich durch alle Beiträge und Workshops: 🟡 Planungssicherheit. Für Investitionen. Für Geschäftsmodelle. Für Infrastrukturentscheidungen. Ohne sie bleibt die Wärmewende Stückwerk. 🟡 Und Kooperation wurde als Schlüssel bestätigt. Zwischen Sektoren. Zwischen Unternehmen. Zwischen lokalen und überregionalen Akteuren. Gerade hier kann ein Strom‑Wärme Hub ansetzen und Orientierung geben. Nach dem Auftakt ist klar: Die Herausforderungen sind bekannt. Jetzt geht es darum, Lösungen in die Breite zu bringen – technisch sauber, wirtschaftlich tragfähig und im Zusammenspiel aller Beteiligten. 🚀 Und als Genossenschaft lieben wir von Green Planet Energy eG Kooperationen, um die Energiewende nach vorne zu treiben. Danke an Tibor Fischer, Jana Bosse und Nicolas Eschenbruch für die Organisation und Moderation #Wärmewende #Sektorkopplung #Energiesysteme