Post by EnviTec Biogas AG
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In der aktuellen Diskussion um die Zukunft des THG-Quotensystems steht die Branche an einem entscheidenden Punkt. Regulatorische Anpassungen sind notwendig – sie müssen jedoch differenziert und mit Blick auf ihre realwirtschaftlichen Folgen gestaltet werden, insbesondere für fortschrittliche Biokraftstoffe aus heimischer Produktion. Ein kurzfristiger Wegfall der Doppelanrechnung würde Biomethanprojekte in Deutschland unmittelbar unter erheblichen Druck setzen. Bestehende Anlagen verlieren an Wirtschaftlichkeit, Finanzierungsgrundlagen werden infrage gestellt und geplante Investitionen verschoben oder gestrichen. Für eine Branche mit langen Projektlaufzeiten und hohen Vorlaufkosten stellt der Vertrauensverlust auf Banken- und Investorenseite ein fundamentales Risiko dar. Zugleich droht eine zunehmende regulatorische Ungleichbehandlung. Während Elektromobilität und RFNBOs weiterhin spezifisch gefördert werden, würden Biokraftstoffe aus Reststoffen benachteiligt. Das widerspricht dem im Koalitionsvertrag formulierten Anspruch einer technologieoffenen Klimapolitik und schwächt Lösungen, die kurzfristig verfügbar, skalierbar und langfristig systemrelevant für die Energiewende sind. Der Vorschlag des Bundesrates, den Wegfall der Doppelanrechnung auf Importe zu begrenzen, ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Jetzt kommt es darauf an, dass die Biogasbranche sichtbar wird und dieser gute und richtige Vorschlag im weiteren Gesetzgebungsverfahren Umsetzung findet. #THGQuote #ClimateAction #energiewende #Investitionssicherheit