Post by ENVIRIA
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Der Industriestrompreis greift zu kurz: Wir müssen die Energiewende dort ermöglichen, wo Unternehmen investieren wollen. 🛑⚡ Mitte Mai von der EU genehmigt, soll der Industriestrompreis energieintensive Branchen entlasten. Doch die Realität zeigt: Das Instrument ist zu eng gefasst und die daran geknüpften Transformationspflichten gehen in der Praxis oft am tatsächlichen Bedarf vorbei. 🧐 Unser Gründer und CEO Melchior Schulze Brock ordnet die aktuelle Debatte im Tagesspiegel Background kritisch ein: 1️⃣ Pauschale Pflichten ignorieren die industrielle Realität. Wer staatliche Entlastung erhält, soll die Hälfte der Einsparungen in klimafreundliche Produktion investieren. Eine PV-Anlage auf dem Dach und ein Batteriespeicher sind sinnvolle Komponenten, decken in diesen Branchen aber oft nur 5-6 % des enormen Jahresbedarfs. Sie sind ein wichtiger Baustein, aber keine Pauschallösung für die industrielle Grundlast. 2️⃣ Der eigentliche Hebel liegt im Mittelstand und scheitert am System. Bei Gewerbeimmobilien, bei Logistikern, im Handel und bei klassischen KMU kann die dezentrale Kombination aus Photovoltaik, Batteriespeichern, Ladeinfrastruktur und flexiblem Energiemanagement einen substanziellen Teil des Energiebedarfs decken. Der Wille zur Eigenversorgung ist riesig. Doch genau hier bremsen strukturelle Engpässe die Praxis: fehlende Netzkapazitäten und langwierige, kaum standardisierte Prozesse bei Verteilnetzbetreibern. 3️⃣ Infrastrukturpolitik statt dirigistischer Vorgaben. Während für PV-Anlagen klare Fristen zur Netzverträglichkeitsprüfung gelten, fehlt für dringend benötigte Batteriespeicher ein praxistauglicher regulatorischer Rahmen. Sie werden beim Netzanschluss oft nachrangig behandelt, obwohl sie genau die Flexibilität liefern, die unser volatiles Stromsystem braucht. Was sich laut Melchior jetzt politisch ändern muss, gibt es im vollständigen Standpunkt im Tagesspiegel Background 👇 https://lnkd.in/ddAsyhbK