Post by Elke Alsago
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🖤 Sechs Kolleg*innen sind gestern nach der Arbeit nicht mehr nach Hause gekommen. Die Nachricht aus Stade macht uns fassungslos. Sechs Beschäftigte einer Kinder- und Jugendhilfe - Einrichtung und des Jugendamtes wurden gestern während eines Hilfeplangesprächs getötet. Unsere Gedanken sind bei ihren Familien, Freundinnen, Kolleginnen und allen Menschen, die diesen unfassbaren Verlust verarbeiten müssen. Für uns als ver.di in der Bundesfachgruppe Erziehung, Bildung und Soziale Arbeit trifft diese Tat auch unsere eigene Gemeinschaft. Wir, die Beschäftigten der Sozialen Arbeit begleiten Menschen in Krisen, schützen Kinder und Jugendliche, geben Halt und übernehmen jeden Tag große Verantwortung. Unsere Arbeit ist oft mit Konflikten, psychischen Ausnahmesituationen und enormem Druck verbunden. Beleidigungen, Bedrohungen und Gewalt sind keine Seltenheit. Neben der Angst um das Leben der Adressat*innen schwingt bei uns auch immer die Sorge um die unsere eigene Sicherheit mit. Heute gehen wir wieder zur Arbeit – mit Trauer, mit Fragen und viele auch mit Angst. Diese Tat darf nicht auf eine Schlagzeile reduziert werden. Hinter ihr stehen sechs Menschen, die ihren Beruf mit Engagement ausgeübt haben – und deren Leben gewaltsam beendet wurde. Wir Beschäftigte in der Sozialen Arbeit stehen zueinander. Gerade jetzt gilt unser aller Solidarität dem Team in Stade und an allen anderen Orten. Passt aufeinander auf. Sprecht miteinander. Niemand sollte mit seiner Betroffenheit allein bleiben. 🖤 In stillem Gedenken an die sechs Kolleg*innen von Stade.