Post by Dr. Rainer Esser
United for democracy, human rights, and solidarity
๐๐ง๐ ๐๐ซ๐ง -๐ฉ๐จ๐ฌ๐ญ ๐๐ซ๐๐๐ง- ๐ก๐จ๐ฅ๐ญ ๐ฌ๐ข๐๐ก ๐ณ๐ฎ๐ซรผ๐๐ค, ๐ฐ๐๐ฌ ๐๐ข๐ ๐๐ ๐ ๐๐๐ข ๐ฎ๐ง๐ฌ ๐๐๐ฌ๐๐ก๐๐๐๐๐ง ๐ฐ๐ข๐ฅ๐ฅ: ๐๐๐ง รถ๐๐๐๐ง๐ญ๐ฅ๐ข๐๐ก-๐ซ๐๐๐ก๐ญ๐ฅ๐ข๐๐ก๐๐ง ๐๐ฎ๐ง๐๐๐ฎ๐ง๐ค. Der โLรผgenpresseโ-Vorwurf, mit dem Vertreter der AFD รถffentlich-rechtliche Medien in Deutschland verรคchtlich machen, ist ein altes Phรคnomen. Mit รคhnlicher Rhetorik hat Viktor Orban, das grosse Vorbild der AFD, vor 16 Jahren begonnen, die Medien umzubauen. Es endete mit seinem Geheimdienstchef, der der Nachrichtenagentur tรคglich diktierte, was berichtet wird. Ungarn unter Orban zeigt, wohin der Weg fรผhrt, wenn Rechtspopulisten regieren. Kritischen Sendern wurde die Lizenz entzogen. Bis zu 90 Prozent der staatlichen Werbeauftrรคge gingen an regierungstreue Medien, unliebsame Verlage gingen daran zugrunde. Am Ende drohte Orban offen, die wirtschaftliche Grundlage kritischer Medien zu zerstรถren und das โUngeziefer auszukehrenโ. Alice Weidel nennt Orban ihr groรes Vorbild. Wer wissen will, was die AFD fรผr deutsche Medien bedeuten wรผrde, muss nur nach Ungarn schauen. Jetzt, nach dem Ende der Orban-รra, baut Ungarn mรผhsam wieder auf, was wir in Deutschland noch als selbstverstรคndlich behandeln: ein unabhรคngig finanziertes, unabhรคngig kontrolliertes รถffentlich-rechtliches System. Die Finanzierung orientiert sich an unserem KEF-Verfahren. Bei uns funktioniert dieses Modell noch. Aber es steht unter genau dem Beschuss, mit dem Orban seinen Umbau begann. Mรผssen wir das Fundament erst verlieren, um zu wissen, was es wert ist?