Post by Dr. Paul Raab

Leiter der Geschäftsstelle Elmshorn bei Industrie- und Handelskammer zu Kiel

+++ 53.788018, 9.423632 +++ Matjesanbiss in Glückstadt 2026 +++ Es ist Donnerstag Mitte Juni, und das heißt: Matjesanbiss in Glückstadt – einer meiner liebsten Termine im Jahr! Ministerpräsident Daniel Günther, Bürgermeister Rolf Apfeld und Heike Püster, die Vorsitzende des Verkehrs- und Gewerbevereins, bissen mit sichtbarer Freude und Appetit in das traditionell frisch aus dem Salzfass genommene Filet. Vom wie immer großartigen Moderator Stefan Wolter nach dem Urteil gefragt, war Heike Püster vor Begeisterung sprachlos, der Bürgermeister sagte: „matjesmajestätisch“, und der Ministerpräsident antwortete mit einem der besten Urteile, die ein Schleswig-Holsteiner geben kann: „Jo!“ - und unterstrich damit aus meiner Sicht noch einmal die Bewerbung Kiels für olympische Spiele. ;-) Kiel sagt JO! Vier Tage lang wird in Glückstadt nun der Matjes gefeiert. Es ist gut, dass wir in Zeiten wie diesen uns das Feiern nicht nehmen lassen. Gründe, sich Sorgen zu machen gibt es genug. Aber wenn ich dann sehe, dass abends um zehn immer noch hunderte Menschen auf dem Marktplatz sind und ausgelassen zu Abba-Melodien tanzen, dann weiß ich, dass die, die schlechte Stimmung verbreiten und daraus Kapital ziehen wollen, am Ende bei uns an der Unterelbe keinen Erfolg haben werden. Uns reicht salziger Fisch für ‘ne fröhliche Sause mit viel guter Laune - das muss uns erst einmal einer nachmachen. „Sauer macht lustig“, sagt man. Und in Glückstadt gilt: „salzig macht mutig“, finde ich. Ich bin immer wieder dankbar, dass Unternehmer und Unternehmerinnen aus Glückstadt sich in besonderem Maße um den Matjes verdient gemacht haben: Der „Glückstädter Matjes“ trägt seit 2015 als in der Europäischen Union anerkannte Spezialität geographischen Ursprungs das blau-goldene Siegel der „geschützten geographischen Angabe“. Dieser Status verdankt sich dem großartigen Einsatz der Schutzgemeinschaft Glückstädter Matjes e. V., die seit dem Jahr 2008 mit großem Engagement für diesen Schutz eintrat und das aufwendige Verfahren auf europäischer Ebene konsequent durchführte. Die Matjesprobe wirkt weit in die Region und ist mehr als nur ein Stadtfest. Sie stiftet Verbundenheit über die Elbe hinweg. So kommen etwa die Wirtschaftsjunioren Unterelbe und die Wirtschaftsjunioren Stade traditionsgemäß im „Nettchen“, dem kleinen Bistro am Stadthafen, zusammen. Großer Dank gilt Henning Plotz für seinen lehrreichen Vortrag in diesem Rahmen. Die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer der Region führen vor Augen: Die Elbe trennt uns nicht, sondern ist ein Band der Verbindung. Wir begegnen einander als Nachbarn und verfolgen gemeinsam das Ziel, unsere Region voranzubringen. Einmal mehr: Wir brauchen die A 20! Wer die Petition des Förderkreises Feste Unterelbequerung noch nicht unterschrieben hat, kann das hier tun: https://lnkd.in/e3FUs69d. IHK zu Kiel IHK Elbe-Weser #a20

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