Post by Dr. Franziska Andrea Bartl

Wissenschaftliche Mitarbeiterin/ Postdoc bei Technische Universität Chemnitz | Europäische Geschichte

Seit ich mich intensiv mit dem Leben und Widerstand von Georg Alexander Hansen beschäftige, ist der Juli für mich ein besonders terminreicher Monat. Das hat sich mit der Veröffentlichung seiner Biographie noch einmal intensiviert. Auch in diesem Jahr stand Hansen im Rahmen des 81. Jahrestages des 20. Juli 1944 im Zentrum mehrerer Veranstaltungen, Vorträge und Lesungen. Zwei Termine waren besonders bewegend: In der Alten Synagoge Kitzingen – einem Ort, für dessen Erhalt sich Hansens jüngste Tochter Dagmar zeitlebens einsetzte – durfte ich vor rund 150 Gästen sprechen. Die historische und persönliche Bedeutung dieses Ortes verlieh der Veranstaltung eine außergewöhnliche Atmosphäre. In der Evangelischen Kirche Potsdam-Bornstedt war ich auf Einladung des Bonhoeffer-Freundeskreises Berlin-Brandenburg der Internationalen Bonhoeffer-Gesellschaft Teil eines eindrucksvollen Gedenkgottesdienstes an Georg Alexander Hansen. Besonders bewegend war, dass auch Hansens Tochter Frauke Hansen sowie Isabell Tränckner-Probst, die Großnichte Wilhelm Canaris’, anwesend waren. Die zahlreichen Gespräche, die intensive Auseinandersetzung mit Hansens Rolle sowie das anhaltende öffentliche Interesse zeigen: Georg Alexander Hansen ist nicht mehr der "vergessene Verschwörer", als der er lange galt. Dass meine Arbeit zu dieser zunehmenden Sichtbarkeit beigetragen hat, erfüllt mich mit großer Dankbarkeit. Es ist eine besondere Aufgabe, einem Menschen wie Hansen seinen verdienten Platz im kollektiven Gedächtnis zurückzugeben. #georgalexanderhansen #20Juli1944 #Widerstand #geschichte #zeitgeschichte #Gedenkveranstaltung #Bonhoeffer #Canaris #biographischeforschung #erinnerung

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