Post by Dr. Claudia Kundigraber

Ich erkenne in fünf Minuten, warum Ihre Texte nach niemandem klingen. Und ich weiß, wie wir das ändern. Brand Voice | Storytelling | PR – für Marken im DACH-Raum, die gehört werden wollen.

Heidewitzka. Das kommentierte neulich jemand unter einem meiner Posts. Ich musste schmunzeln – das sagt ja eigentlich niemand mehr. Bei mir purzelten gleich ganz viele verwandte Wörter durch den Kopf: Sapperlot und Düsenjäger. Sapperment. Scheibenkleister. Dingsbums. Ach du grüne Neune. All diese herrlichen verloren gegangenen Wörter. Anscheinend gibt es sogar ein Wörterbuch dafür, erzählte mir neulich Bettina, eine Teilnehmerin in einem meiner Creative & Writing Kurse. Sie sucht sich jede Woche ein Wort aus, um es wieder in den Umlauf zu bringen. In jener Woche war es „kolossal". Wir machten daraus die Wortschöpfung: „Super Sache. Kolossal." Jedes dritte Mal, wenn ich das jetzt anwende, klingelt bei meinem Gegenüber im Kopf der Refrain: „ „Superkallifragilisundexpialligetisch.“ Der geht weiter mit: „Dieses Wort klingt durch und durch furchtbar rein synthetisch. Wenn dir einer eine Frage stellt, dann sage einfach: „Superkallifragilisundexpialligetisch.“ Im Netz und in meinem Kopf geistert die Variante „Superkallifragilisundexpialligorisch, dieses Wort ist wunderbar und außerdem rhetorisch - aber die Mehrheitsmeinung ist -alligetisch;) Kennt ihr den Zungenbrecher noch? Ich wusste nicht, dass er aus Mary Poppins stammt. „Scheibenkleister" kam übrigens durch Ekel Alfred (Alfred Tetzlaff) aus „Ein Herz und eine Seele" groß raus, „Heidewitzka" durch Peter Alexanders Filmschlager „Heidewitzka, Herr Kapitän". Na? Wem habe ich jetzt den Ohrwurm des Sonntags geschenkt? Gerne doch - nichts zu danken. Foto: @eymeister

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