Post by Dr. Ansgar Schleicher
VC Managing Partner TVF / Co-CEO S-UBG
Das war beeindruckend: Eine Landesregierung, die aktiv zuhört und eine hochkompetente Community, die offen darüber spricht, wie wir #Startups in #NRW von einer eher seltenen Erscheinung zur starken Säule der #Wirtschaft machen können. Das habe ich diese Woche in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen erlebt. In einem sehr positiv überraschenden Termin mit Ministerpräsident Hendrik Wüst, Wirtschaftsministerin Mona Neubaur und Kultur- und Wissenschaftsministerin Ina Brandes. Besonders eindrucksvoll sind mir die Beiträge von NRW.BANK-Vorständin Johanna Tjaden-Schulte und STS Ventures-Gründer Stephan Schubert in Erinnerung geblieben. Sie kündigte die deutliche Aufstockung von Venture Capital für Later-Stage Runden an. Er sprach über die Kraft der Kooperation, wenn Teams aus eher technischen Hochschulen, z. B. der RWTH Aachen University oder der Universität zu Köln mit Teams der WHU – Otto Beisheim School of Management kooperieren, um so technisch tiefe und wettbewerbsfähige Produkte mit Skalierungskraft erfolgreich in den Markt zu bringen. Zwei Key Takeaways aus meinem eigenen kurzen Redebeitrag und geführten Gesprächen: 👉 Wir haben m. E. weniger ein Problem in der Anzahl der Startup-Gründungen als in deren dauerhafter Ansiedelung in #Europa. Wirklich erfolgreiche Startups sind in Later-Stage-Finanzierungen mit hoher Wahrscheinlichkeit auf US-VC-Firmen angewiesen. Gleichzeitig steigt damit die Wahrscheinlichkeit eines Exits in den USA. 💡 Mein Lösungsvorschlag: Deutschland (am liebsten NRW) braucht wieder ein Börsensegment, das verlustbehafteten, aber innovativen Wachstumsunternehmen die Möglichkeit bietet, Kapital aufzunehmen und auch ihren Exit dort zu suchen. Das ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass finanzstarke Later-Stage-VC-Funds in Europa aufgebaut werden können, weil sie diese Möglichkeit für weitere Runden und den Exit benötigen. 👉 Entrepreneurship ist noch zu wenig Teil der universitären Bildung. Zwar haben viele Hochschulen entsprechende Angebote, aber häufig nicht als Teil des abschlussrelevanten Curriculums.. 💡 Mein Lösungsvorschlag: Ein Studienfach Entrepreneurship in allen Studiengängen mit Nebenfach als ein solches abschlussrelevantes Nebenfach anbieten. Auf diesem Weg muss jede Studentin und jeder Student in der eigenen Laufbahn eine bewusste Entscheidung für oder gegen Entrepreneurship fällen. Wird sie pro Entrepreneurship getroffen, wird gleichzeitig Handwerkszeug erlernt, um vorbereitet und unvoreingenommen das eigene #Startup zu gründen. Das positive Feedback 🙏 während der Veranstaltung hat mich motiviert, diese beiden Ansätze hier noch einmal zu teilen. Danke, Sophia Tran 🚀 für die gewohnt frische und stringente Moderation. Danke, Marius Rosenberg, für die Erinnerung, dass es sehr häufig um die Menschen im eigenen Netzwerk geht, wenn man erfolgreich gründen will und dafür, dass Du ein solches Netzwerk über Scale-up.NRW aufbaust und betreibst Fotos: land.nrw/Hermenau