Post by Dominik Feldges
Editor at Neue Zürcher Zeitung
Die Traditionsfirma Geistlich ist ein Paradebeispiel dafür, wie auch Schweizer #KMU jahrelang von der Globalisierung profitierten. Der frühere Leimhersteller - der Bastelleim der Firma mit dem knallroten Verschluss stand einst in jedem Schweizer Schulzimmer - und heutige Produzent von Biomaterialien für Zahnärzte baute nach der Jahrtausendwende fast jedes Jahr in einem weiteren Land eine Tochterfirma auf. Doch nun bekommt auch Geistlich den wachsenden Protektionismus in grossen Volkswirtschaften wie China oder Brasilien zu spüren. Das Unternehmen aus Wolhusen im Entlebuch sieht sich gezwungen, in China eine Fabrik nach Schweizer Vorbild zu bauen. Es befürchtet, ohne chinesische Produktionsstätte keine staatlichen Aufträge in der Volksrepublik mehr zu erhalten. Auch das Branchenschwergewicht Straumann Group hat jüngst in China expandiert und dabei sogar Arbeitsplätze von der Schweiz in den Fernen Osten verlagert. Swiss Medtech Switzerland Global Enterprise economiesuisse Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft Curaden Global COLTENE