Post by Dieter Nienhues
Experte in der Automatisierung am End of Line | Mitarbeiterressourcen schonen - Lieferfähigkeit sicherstellen | Cobots in der Palettierung
"Die Zeit ist ganz schön schnelllebig! Noch vor 2 Jahren hatten Sie ein Alleinstellungsmerkmal (gemeint war ein Cobot) auf der Messe und jetzt hat's jeder in seinem Portfolio und zeigt's auf seinem Messestand!" Das hat uns ein Kunde in einem Telefonat nach der Fachpack 2021 erzählt. Und ehrlich gesagt, es hat mich nicht sonderlich überrascht, denn es stimmt! Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe an Unternehmen in der #Automatisierungstechnik, welche die Integration eines kollaborationsfähigen Roboterarms ihr Repertoire aufgenommen haben. 𝘼𝙗𝙚𝙧 𝙑𝙤𝙧𝙨𝙞𝙘𝙝𝙩! Alleine die Anschaffung eines solchen Roboterarms von namhaften Herstellern macht aus diesem Arm noch lange keinen Cobot im eigentlichen Sinne! Denn die verbauten Kraftsensoren in den Gelenken bieten zwar Sicherheit, reichen aber alleine nicht aus, um eine "kollaborationsfähige" Integration zu Gewährleisten. Auf das Gesamtsystem kommt es an! Dazu gehört auch ein Greiferkonzept mit abgerundeten Ecken und Kanten sowie eine Reduktion der Geschwindigkeit bei Arbeiten auf Kopfhöhe, um nur einige Beispiele zu nennen. Oftmals werden auch Systeme ohne die o.g. Voraussetzungen, welche bspw. mit partiellen Schutzzäunen oder optischen Sensoren, die den Roboter stoppen, sollte ein Mitarbeiter zu nah herantreten, versehen und trotz dessen mit dem Prädikat Cobot behangen. Die Krux hierbei liegt, aus meiner Sicht, an dem fälschlichen Umgang mit der Abkürzung 𝙈𝙍𝙆 als ein Synonym für den kollaborativen Ansatz. Das ist nicht gänzlich falsch, jedoch verschwimmen hier leider häufig die Abgrenzungen der eigentlich 3 unterschiedlichen Bedeutungen der Abkürzung. ● 𝙈 ensch 𝙍 oboter 𝙆 oexistenz, d.h. Mensch & Roboter teilen sich zwar eine Produktionsstätte, sind aber durch eine entsprechende Schutzeinrichtung gänzlich voneinander getrennt ohne jegliche Berührungspunkte. ● 𝙈 ensch 𝙍 oboter 𝙆 ooperation, in diesem Fall bekommt einer der Beiden vom jeweils anderen ein Produkt zur Weiterverarbeitung bereitgestellt, lediglich am Übergabepunkt gibt es eine Schnittstelle, welche bspw. Laserscanner/ -vorhänge gesichert sind. Der restliche Teil der Anlage ist wie in der Koexistenz strikt vom Arbeiter getrennt. ● 𝙈 ensch 𝙍 obter 𝙆 ollaboration, bei dieser Bedeutung handelt es sich um die sensibelste Form der Integration, denn hier trennt den Mitarbeiter nichts von seinem nicht humanen Kollegen. Welche Erfahrungen hast Du bereits im Bereich der Cobots machen können? #cobot #cobots #automation #endofline #palettierung #askayudo