Post by Frank Croonenbrook
🐼🩷 Demokratischer Philosoph | Coach, Speaker & Medienaktivist für Kooperative Demokratie ➡️ Philosophische Praxis on-/offline ➡️ Workshops & Coaching 🌐 demokratischephilosophie.de 🏳️⚧️🏳️🌈
Platzmachen ist kein Zeichen für Schwäche, sondern ein Zeichen für soziale Aufmerksamkeit und Rücksicht! --- Danke für den Beitrag, lieber Jörg-Michael Wrensch! 💐🩷🐼 --- Ich halte nicht viel davon, die Debatten über Respekt, Rücksicht und soziale Aufmerksamkeit an Gruppen festzumachen. Quer durch die Gesellschaft erlebe ich beides – jeden Tag. Wenn es vielleicht einen Unterschied gibt, dann zwischen reich/oben und arm/unten. Du kannst nicht weit nach oben kommen UND ein sozial aufmerksamer und rücksichtsvoller Mensch sein. Ausbeutung, Konkurrenz und Herrschaft sind Prinzipien, mit der zwar aufgesetzte Höflichkeit einher gehen mag, aber keine ernstgemeinte Rücksicht. Das würde zu einer ernsthaften Selbstreflexionskrise führen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob es allein an der Erziehung liegt, denn Kinder sind keine programmierbaren Sozialroboter. Wir Eltern überschätzen oft unsere Erziehungsleistung – in beide Richtungen. Menschen lernen einfach miteinander achtsam umzugehen. Wenn sie das nicht lernen, dann liegt es an sozialen Umwelten, in denen Ausweichen, Mitgefühl etc. Zeichen von Schwäche sind. Das Problem ist die Gesellschaft, die von einem Wirtschaftssystem und einer Geschlechterhierarchie dominiert wird, die uns Menschen Kooperation und Empathie regelrecht aus Leib und Seele prügelt. Daher sind jedes Platzmachen, jedes Mithelfen, jedes Danke-Sagen, jedes nette Grüßen, jeder aufmunternde Blick Zeichen von Stärke und Widerstand und ein Beitrag zu einer Demokratischen Kultur und einer menschlichen Gesellschaft. Denkt daran, wenn ihr das nächste Mal zur Seite geht. Ärgert euch nicht über die gedankenlosen Trottel, die sonst in euch hineingelaufen wären und vergiftet euch damit nicht die Stimmung. Seht es als Beitrag zu einer gesunden Sozialität, der hin und wieder nachgeahmt werden wird.