Post by Frank Croonenbrook
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Positive Gestaltbarkeit von Männlichkeit ⬇️⬇️⬇️ Schweizer Studie analysiert dominante Männlichkeitsvorstellungen --- Vielen lieben Dank an Markus Theunert für den Beitrag und männer.ch & Jacobs Center for Productive Youth Development für die tolle Studie! Dank an Charlotte SdN für den Repost!💐🩷🐼 --- Das Jacobs Center der Universität Zürich hat mit männer.ch eine Studie zu Männlichkeitsbildern in der Schweiz durchgeführt. Dazu wurden 6000 Personen (auch Frauen) befragt. #Ergebnis ➡️ 18-24-jährige Männer zeigen die höchsten Werte restriktiv-dominanter Einstellungen (»Faktor M«), die Frauenfeindlichkeit, Gewaltbereitschaft, Ablehnung von Gleichstellung und Abwertung sexueller Minderheiten verbinden. ➡️ Die Hälfte fühlt sich als »richtige Männer« marginalisiert. 31% der jungen Männer (gegenüber 20% aller Männer und 7% der Frauen) gehören zur Hochrisikogruppe. ➡️ Faktor M korreliert mit niedriger Bildung, geringem Einkommen und patriarchaler Herkunft der Väter, besonders bei aktuell erlebter gesellschaftlicher Ausgrenzung. ➡️ Er begünstigt traditionelle Rollenteilung, autoritäre Erziehung sowie Partnerschaftsgewalt in beide Richtungen – Betroffene sind häufiger sowohl Täter als auch Opfer. Männer berichten öfter von niederschwelliger Gewalt, während Frauen häufiger schwere und kontrollierende Gewalt erfahren. ➡️ Faktor-M-Männer berichten zudem häufiger von Sexlosigkeit (Incel!), Pornografiekonsum und sexuellen Dienstleistungen. #Schlüsse Die Autor*innen fordern frühe schulische Prävention, die Männlichkeit als gestaltbar vermittelt, sowie Förderung von Bildungschancen und aktiver Väterarbeit. #Frage Es scheint so, dass hier doch das alte Aufklärungsideal durchscheint: Mehr Bildung führt zu besseren Menschen. Ich glaube, dass es stimmt und nicht stimmt. Tatsächlich erleben wir im Zuge der Bildungsexpansion seit den 70er Jahren eine deutliche Zunahme positiver Menschenbilder und sozialerer Haltungen. Das ist nicht von der Hand zu weisen. Wir sehen auch bei Untersuchungen zur A*D, dass sie das Gegenmodell zu den Grünen ist: Statistisch niedrigere Bildungsabschlüsse, reaktionäre Gesellschafts- und Geschlechtervorstellungen. Doch die männliche Dominanz in unseren Gesellschaften geht gerade nicht hauptsächlich von diesen Gruppen aus. Sie geht von höchst gebildeten Männern aus, die in Unternehmens- und Parteivorständen sitzen, die Kapitaleigner sind. Ihr Impact auf unsere Gesellschaft ist, obwohl sie eine deutlich kleinere Kohorte bilden, erheblich größer und einige nutzen ihre Instrumente (Medien, Social Media, KI, Entertainment ...), um aus den Menschen einen frauenhassenden Mob zu machen. Wie viele aus dieser Kohorte haben an der Umfrage teilgenommen und wie sehr bilden Fragen und Antworten dieser Kohorte die real existierende männliche Dominanz ab? Männlichkeit ist gestaltbar ➡️ durch Bildung ➡️ durch gemeinschaftliche Arbeit am Ethos ‼️ durch Brechung dominanter Strukturen, die gegen Punkt 1 und 2 arbeiten.