Post by David Pidde
Führung im Wandel braucht Urteilskraft.
Kernfusion: Zukunftstreiber für Sachsen. Auf der futureSAX - die Innovationsplattform des Freistaates Sachsen hatte ich die Möglichkeit, mich mit Anne-Katrin L. von SAXFUSION ausführlicher über das Thema Kernfusion auszutauschen. Ehrlich gesagt dachte ich bei Kernfusion zunächst an klassische Atomkraft und die seit Jahren geführten energiepolitischen Auseinandersetzungen. Im Gespräch wurde jedoch schnell deutlich, dass die Kernfusion technisch einen grundlegend anderen Ansatz verfolgt als die heute bekannten Kernkraftwerke. Das Gespräch hat meinen Blick nachhaltig erweitert. Bei diesem Thema geht es nicht allein um Energie, sondern vor allem um Wettbewerbsfähigkeit. Es geht um die Frage, wie ein Produktions-, Forschungs- und Technologiestandort künftig verlässlich, bezahlbar und in ausreichender Menge mit Strom versorgt werden kann. Die technologischen Vorteile überzeugen. Neben einer extrem hohen Energiedichte und geringen CO₂-Emissionen im Betrieb bietet die Kernfusion deutlich geringere Sicherheitsrisiken als die klassische Kernspaltung. Zudem entfällt das Endlagerproblem in der heute bekannten Form. Vor allem aber könnten so die Voraussetzungen geschaffen werden, damit energieintensive Branchen auch künftig wettbewerbsfähig produzieren können. Besonders fasziniert hat mich der Gedanke, dass die wirtschaftlichen Chancen nicht erst mit der späteren Energienutzung beginnen. Wenn die Kernfusion den Weg in die industrielle Anwendung in Sachsen schafft, werden sofort Unternehmen gebraucht, die Komponenten fertigen, Werkstoffe entwickeln und komplexe Systeme integrieren. Daraus entstehen neue Aufträge, zusätzliche Investitionen, nachhaltige Wertschöpfung und zukunftssichere industrielle Kompetenzen. Genau dort liegen die riesigen Chancen für das gesamte sächsische Industrie- und Innovationsökosystem – von der Mikroelektronik über den starken Mittelstand bis hin zur energieintensiven Großindustrie. Besonders positiv ist, dass SAXFUSION bereits heute an die Fachkräfte von morgen denkt. Mit der Fusion Energy Summer School 2026 entsteht ein starkes Angebot für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR), Fraunhofer IWS, der Technische Universität Dresden und der Hochschule Zittau/Görlitz werden die Kompetenzen aufgebaut, die wir morgen dringend brauchen. Denn wer neue Industrien aufbauen will, muss auch die Menschen ausbilden, die sie später tragen. Mein Fazit nach dem Gespräch ist eindeutig. Kernfusion ist kein reines Energiethema, sondern ein Industrie-, Technologie- und Standortthema. Genau deshalb sollte Sachsen diese Entwicklung ganz vorne mitgestalten. #Kernfusion #SAXFUSION #FusionEnergy #futureSAX #IK26 #Sachsen #Innovation #Industrie #Technologie #Energie #Standortpolitik #Mittelstand #Mikroelektronik #Forschung #Transformation Foto: mio motion GmbH