Post by Dr. Daniel Steiners

CEO @ Roche Pharma AG | General Manager Pharmaceutical Business Germany

📍 📍  4,5 Milliarden Euro 📍 📍 Im parlamentarischen Verfahren zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz wurden zahlreiche Belastungen für andere Bereiche im Gesundheitssystem zurückgenommen. Bei der forschenden Pharmaindustrie wurde massiv nachgelegt. Damit setzt die Politik ein problematisches wirtschaftspolitisches Signal: Industrielle Wertschöpfung und medizinische Innovationen werden in Deutschland weiter ausgebremst und verlieren an Boden. Bis 2030 summiert sich die zusätzliche Belastung für unsere Branche gegenüber dem ursprünglichen Kabinettsbeschluss auf rund 4,5 Milliarden Euro. Gleichzeitig bleibt die “Standortfreistellungsklausel” weit hinter ihrem Anspruch zurück. Sie bleibt unwirksam. 📍Umso wichtiger ist jetzt der Entschließungsantrag bezüglich einer praxistauglichen, realistischen “Standortfreistellungsklausel”. Entscheidend wird sein, dass daraus auch wirksame Industriepolitik entsteht…und: dass politische Zusagen und politisches Handeln wieder zusammenfinden. Vertrauen und Verlässlichkeit sind die Grundlagen für Investitionsentscheidungen multinationaler Unternehmen im internationalen Standortwettbewerb. 👇 Deutschland war einmal die “Apotheke der Welt”, so heißt es diese Woche in der ARD. Heute müssen wir aufpassen, dass politische Entscheidungen den Standort nicht Schritt für Schritt in einen reinen Absatzmarkt für Innovationen verwandeln, die anderswo entwickelt, produziert und exportiert werden - mit handfesten Folgen für Wachstum, Wohlstand, Investitionen, Arbeitsplätze und die Resilienz unseres Gesundheitssystems. So wie Ingenieure vor Rissen und Materialermüdung durch anhaltende Druckbelastung warnen, so muss auch hier gewarnt werden: Starke und erfolgreiche Industriezweige können ebenfalls ermüden und am Standort Deutschland wegbrechen. Den ARD-Beitrag gibt’s hier: https://lnkd.in/d_VeRpQa #StarkAmStandort

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