Post by Daniel Eichenauer

Rechtsanwalt (Erbrecht) & Notar in Berlin-Wannsee | Nachfolge selbst regeln, bevor es das Gesetz tut. | Vermögen geordnet übergeben statt Streit zu hinterlassen.

Wer kümmert sich um mich, wenn du es nicht mehr kannst? Anwälte sagen immer, dass Hunde (und alle anderen Tiere auch) nicht erben könnten. Und dann liest man plötzlich, dass die Katze von Karl Lagerfeld entweder alleine geerbt hat oder ein Leben im Luxus führt oder der Hund von Rudolph Mosshammer nennenswerte Beträge geerbt haben soll. 🙀 Können die sich die besseren Anwälte leisten, ist es wie bei Karl Lagerfeld eine andere Rechtsordnung oder sind das Spleens exaltierter Leute, die nur in der Zeitung wirksam sind? Tatsächlich ist es so, dass Tiere nicht erben können. Aber es gibt trotzdem Wege, sein Tier versorgt zu wissen; am Ende stimmt also beides. Auch im deutschen Recht ist es nämlich möglich, seinen Hund (oder ein anderes Haustier) mit einem Geldbetrag auszustatten, der ihm eine gute Versorgung auch nach des Halters Tod ermöglicht. Das geht natürlich nicht direkt, da Tiere nicht erbfähig sind, aber das Gesetz hat hierfür Lösungen: die Auflage zum Beispiel. 💡 Mit einer Auflage kann ich einen Erben verpflichten, einen bestimmten Betrag für die Versorgung des Hundes bereitzustellen.  Was passiert aber, wenn sich der Erbe weigert, das zu tun? Der Hund kann ja nicht selbst klagen. 🙉 Für diesen Fall steht der Testamentsvollstrecker in der Tür, der dann über die Zahlung und die Pflege des Hundes wacht. Idealerweise ist das auch die Person, bei der der Hund auch Herbst und Winter seines eigenen Lebens verbringen wird. Natürlich muss man die Testamentsvollstreckung dazu im Testament anordnen. 🥸 Hört sich aufwendig an, ist es aber nicht.  Für Kanzleibeagle Eddie auf dem Foto macht es keinen Unterschied, wie das Ganze heißt, entscheidend ist, ob es im Napf reicht. Aber sein Blick zieht bei mir trotzdem immer wieder. Wer erinnert sich eigentlich noch die Namen der beiden Luxustierchen? Für die richtige Lösung verlose ich vielleicht ein Whitepaper. Oder eine Testamentsklausel für Hunde. Oder eine Kühlmatte.

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