Post by Crypto im Kontext (Podcast)
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"Wenn etwas disruptiv wirkt, sollte man nicht warten wie Kodak. Man sollte verstehen, was dahintersteckt." Genau diese Haltung beschreibt sehr gut, warum die Volksbank Mittlerer Schwarzwald eG [VOBA MSW] im Bereich Bitcoin und digitale Assets heute weiter ist als viele andere Institute. In der neuen Folge von Crypto im Kontext sprechen wir mit Sebastian Steiner. Sebastian ist Prokurist und Bereichsleiter bei der VOBA MSW. Und was diese Regionalbank aus Baden-Württemberg im Bereich Bitcoin und digitale Assets bereits umgesetzt hat, ist beeindruckend. Während viele Institute Innovation strategisch diskutieren, hat die VOBA MSW sie operativ umgesetzt. Sie hat angefangen, Know-how aufzubauen, zu testen und die eigene Rolle in einer neuen Anlagewelt zu verstehen. Sebastian beschäftigt sich bereits seit 2015/2016 mit Crypto. In die Bank kam das Thema aber nicht als Schnellschuss. Sondern über Projektarbeiten, Marktanalysen und die Frage, wie sich Kundenerwartungen verändern. Ursprünglich ging es stark um junge Kunden und Next Gen. Und um die Frage, welche Rolle Crypto in deren Erwartung an Finanzdienstleister spielen könnte. Doch daraus wurde schnell eine viel grundsätzlichere Frage: Wenn Kunden Crypto kaufen wollen, sollen sie dafür zur eigenen Bank kommen können? Oder schickt man sie zu externen Plattformen und verliert damit die Kundenschnittstelle? Für Sebastian war klar: Weiterleitung an externe Anbieter kann kurzfristig einfach sein. Aber langfristig ist es strategisch gefährlich. Denn die Kundenschnittstelle ist eines der wertvollsten Güter einer Bank. Also hat die VOBA MSW ein Innovationsprojekt aufgesetzt. Mit Vorstandssupport, unternehmerischem Spirit und mit dem klaren Anspruch, das Thema regulatorisch sauber zu testen. Heute können Kunden dort Bitcoin kaufen und verkaufen. Sie bekommen Informationsgespräche zu Blockchain, Wallets, Private Keys und Verwahrung. Gestartet wurde mit Self-Custody. Mittlerweile gibt es auch eine Verwahrungslösung über einen Partner. Spannend ist dabei: Die Nachfrage kam nicht nur von jungen Kunden. Sebastian erzählt in der Folge, dass viele Nutzer eher 50 plus sind. Besonders stark ist die Nachfrage bei Unternehmern. Menschen, die verstehen wollen, worum es geht. Die Entscheidungen gerne selbst treffen. Aber dafür einen seriösen, greifbaren Ansprechpartner suchen. Und genau hier liegt aus unserer Sicht der eigentliche Punkt. Crypto ist für Banken nicht nur eine Produktfrage. Es ist eine Frage der Sprachfähigkeit. Wer bei Bitcoin, digitalen Assets, tokenisierten Wertpapieren oder Stablecoins nicht sprachfähig ist, wird in Zukunft viele Gespräche gar nicht mehr führen. Danke Sebastian für das offene Gespräch und die spannenden Einblicke. Den Link zur ganzen Folge findet ihr in den Kommentaren. Anton Werner Martin Bechter Fountainhead Digital