Post by Cornelia Muhl-Hünicke

ACT TO IMPACT * Strategic Communications * Public Sector Communications * Corporate Communications Strategy * Executive-Level Marketing * Stakeholder Engagement & Public Affairs * Leadership Complex Public Environments

Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht. schrieb Heinrich Heine 1843 in seinen „Nachtgedanken“ im französischen Exil. Heute kann ich nicht schlafen, weil das Herz ❤️ von Deutschland - das gesamte Bahnnetz - still steht. Ich wohne gut zwei Kilometer von den nächsten Adern, pardon: Schienen weg. Das nächtliche Heimatgeräusch von leisen Zugfahrten fehlt. Deutschlands Nacht steht still. Mit mir können tausende Fahrgäste sowie sämtliches Zugpersonal nicht schlafen. Meine Gedanken sind bei diesen Menschen, die nicht wissen, wie und wo es jetzt weitergeht. Mögen sie alle wohlbehalten an ihr Ziel kommen. Meine Gedanken sind beim Krisenstab der Deutsche Bahn und ihren Tochtergesellschaften, bei Evelyn Palla - der Bahnchefin. Sie sagt in einem Interview: „wir werden versuchen, das Problem zu lösen, das wir noch nicht kennen.“ und zeigt damit die Fragilität unserer aktuellen Welt. Unsere Zeiten sind volatil. Hoffnung keimt in mir auf, dass die Ursache die aktuelle Hitzewelle ist und wir nicht auch in ein paar Stunden alle ins Exil müssen… Welch ein Paradoxon. Mit der Abschiedsformel: „Genießen Sie den Klimawandel“ beendet Kabarettist Philipp Simon seine satirischen Monologe, um auf den sorglosen Umgang mit der Klimakrise anzuspielen. Die Nutzung von Bahnen und Bussen ist eine mögliche Antwort auf die Frage nach der Zukunft. Ich bin fest davon überzeugt, dass diese Krise bewältigt und der Blutkreislauf unseres Landes in Kürze wieder fließen wird. Eine typisch deutsche Eigenschaft ist es, lauthals zu schimpfen und Schuldige zu suchen. Suchen Sie bitte das Gute in der Lösung, honorieren Sie die Maßnahmen. Und fahren Sie mal wieder Bahn! Jetzt erst recht.

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