Post by Claudia Höpfner

Kognitive Bindungstherapie I ❤️-​>🌿Therapie mit Bindungslogik. I Diplompsychologin

Wo sind unsere Emotionen? „Die zerbrochene Wippe“ - Was, wenn das Ergebnis eines Landes auch den Rückhalt der Fans widerspiegelt? Mir fällt seit einigen Jahren auf, dass es keinen bedingungslosen Rückhalt für Trainer und Mannschaft gibt. Uns Fans fehlen wichtige Kompetenzen, die es uns auch so jeden Tag schwer machen. Wäre ich Julian Nagelsmann, würde ich mich fühlen, wie der Klassenlehrer, der keinerlei Unterstützung mehr von den Eltern der Schüler zu erwarten hat. Was mir dabei fehlt? Wir fiebern nicht mehr mit, mit Leidenschaft, Hoffnung und Herz. Mit dem Wissen: Wir können gewinnen oder verlieren. Auch die Kommentatoren haben seit ein paar Jahren eine Meta-Ebene, die permanent alles vorweg nimmt, relativiert, was gerade erst entstehen kann und muss. Es ist doch auch ganz egal, wieviele Gegentore man kriegt. Der Sieg ist entscheidend. Und den kann man nicht vorweg nehmen.  Da liegt die Spannung. Christoph Kramer hat zu Beginn noch gesagt: Eine Mannschaft bekommt alles mit, was über sie gesagt und gemeckert wird, und dass der Rückhalt aus dem eigenen Land deshalb sehr wichtig ist, um weit zu kommen. Aber dieses Land ist uneins. Nicht zuletzt wird vor allem in der Immigration von zu vielen ein Problem gesehen, statt eine Lösung - gestützt von der Bundesregierung, die so ihre anderweitige Lobby-Politik kaschiert. Wo stünde der deutsche Fußball ohne Immigration? Jeder will der bessere Bundestrainer sein. Aber selber machen ist immer etwas anderes. Das ist genauso, wie beim Unternehmertum. Wir Deutschen können Unsicherheit nicht (mehr) aushalten. Wir kennen schon vorher das Ergebnis und können uns nicht mehr auf den Prozess einlassen. Wir können uns nicht mehr gegenseitig unterstützen. Wir können nicht akzeptieren, dass man mal gewinnt, und mal verliert. Und wir haben verlernt, die Komplexität einer Aufgabe zu würdigen, sie dennoch an zu gehen, und uns selbst und gegenseitig zu unterstützen und ggf. zu verzeihen. Das wäre Fehlerkultur. Und das würde auch wieder die nötige Spannung in den Sport bringen. Anstatt von Anfang an nur Narrative von Alles oder Nichts, Weltmeisterschaft oder völliger Ignoranz oder Abwertung zu produzieren, hätten wir gut daran getan, einfach positiv und unterstützend zu sein. Und die Unsicherheit anzunehmen, die das Leben und den Sport schön und spannend machen. Und die Emotionalität, statt der Verkopfung. Ein Fußballkommentar ohne Leidenschaft, der nicht im Moment ist, permanent einordnet und realtiviert, sich teils noch fast auf die Seite des Gegners stellt, ist doch für den A... . Wir Deutschen versauen es uns selbst, weil wir zuviel denken, und zu wenig fühlen. Wie lernen wir, wieder Menschen zu sein? Auch miteinander und füreinander? Statt missgünstig zu sein und uns gegenseitig auseinander zu nehmen? Das ist die Lernaufgabe bis zum nächsten großen Turnier. #Fussball #Emotionen #mentalhealth #unconditionallove #trialanderror #passion #trusttheprocess #friendship

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