Post by ClaimParts GmbH
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Sonja Banic führt gemeinsam mit ihrem Mann das Lackierzentrum Niedernhall und gilt als eine der profiliertesten Stimmen für praxisnahe Nachhaltigkeit im Werkstattalltag. Zudem ist sie Ressourceneffizienzberaterin der Umwelttechnik BW. ClaimParts teilt ihre Perspektiven in dieser Serie, die wir mit dem heutigen Post abschließen. 👉 Teil 9: Woher kommt Ihre Motivation für das Thema Nachhaltigkeit, Frau Banic? "Als wir diese Serie Ende 2025 gemeinsam mit ClaimParts geplant haben, war die Welt noch eine andere. Heute – nur wenige Monate später – spüren wir alle, wie schnell sich Rahmenbedingungen verändern können. Märkte werden sensibler, Planbarkeit nimmt ab und vieles, was gestern noch selbstverständlich erschien, wirkt heute plötzlich fragiler. Vielleicht ist genau das der Grund, warum mich das Thema Nachhaltigkeit schon so lange begleitet. Nicht als Trend oder kurzfristige Reaktion auf den Zeitgeist, sondern als eine tief verwurzelte Haltung. Unsere Haltung zu Nachhaltigkeit hat keinen einzelnen Auslöser – sie ist gewachsen. Ich komme aus einer Landwirtschaftsfamilie. Rückblickend war das vermutlich einer der prägendsten Lernorte für das, was wir heute Nachhaltigkeit nennen. In der Landwirtschaft lernt man früh, dass Ressourcen endlich sind, dass sorgfältiges Wirtschaften notwendig ist und dass jede Form von Verschwendung unmittelbare Folgen hat. Gute Ernten sind das Ergebnis von Pflege, Geduld und Verantwortung. Diese Denkweise prägt – oft, ohne dass man es bewusst merkt. Seit unserer Existenzgründung 2005 handeln wir im Betrieb genau nach dieser Logik. Im Zentrum steht seit jeher der kontinuierliche Verbesserungsprozess: Prozesse hinterfragen, Strukturen schärfen, effizienter werden – über alle Bereiche hinweg. Ehrlich gesagt kennen wir es gar nicht anders. Mein beruflicher Hintergrund als Qualitätsmanagerin hat diesen Weg zusätzlich geprägt. Nachhaltigkeit war für uns kein neues Thema, sondern die logische Weiterentwicklung unserer bisherigen Arbeitsweise. Für uns war immer klar: Ertrag ist kein Zufall. Er ist die Konsequenz verantwortungsvollen Handelns – ohne Kompromisse bei Qualität oder Wirtschaftlichkeit. Modelle und Konzepte kann man kritisch betrachten. Doch im besten Fall sind sie Werkzeuge, die helfen, Zusammenhänge sichtbar zu machen. Nicht das Offensichtliche wie ein Farbtonunterschied, sondern das, was im System tief wirkt. Vielleicht liegt genau darin auch ein Teil des Missverständnisses. Der Landwirt nennt es gute Bewirtschaftung. Der Qualitätsmanager nennt es kontinuierliche Verbesserung. Der Unternehmer nennt es Zukunftssicherung. Doch unabhängig vom Begriff müssen sie gelebt werden. Und erst danach kommt das Wort Nachhaltigkeit. Entscheidend ist also nicht die Ernte, sondern die Qualität der Grundlagen, auf denen sie entsteht. Danke an alle, die diese Serie begleitet, kommentiert und geteilt haben." Auf dem Foto: Sonja Banic mit ihrer Tochter Maja