Post by Christian Stratmann
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Ich habe diesen Beitrag heute gesehen. Gesucht wird ein Fotograf für: 📸 Standesamt 📸 Gruppenbilder 📸 Party 📸 Ganztägige Begleitung Budget: 💰 100 Euro Inklusive Verpflegung. Ich bin zwar kein Hochzeitsfotograf aber frage mich ernsthaft: Wann haben wir angefangen zu akzeptieren, dass kreative Dienstleistungen praktisch nichts wert sind? Ein Hochzeitsfotograf investiert nicht nur ein paar Stunden vor Ort. Dahinter stecken: • jahrelange Erfahrung • mehrere Tausend Euro an Equipment • Anfahrt • Datensicherung • Bildauswahl • Nachbearbeitung • Versicherung • Steuern • Verantwortung für einen Tag, der sich nie wiederholen lässt Für 100 Euro bekommt man heutzutage teilweise nicht einmal einen Handwerker für zwei Stunden. Aber für die Erinnerungen eines ganzen Hochzeitstags soll es reichen? Das Verrückte ist nicht die Anfrage. Das Verrückte ist, dass sich oft trotzdem jemand findet. Und genau deshalb entstehen solche Vorstellungen überhaupt erst. Wer seine Arbeit dauerhaft unter Wert verkauft, schadet nicht nur sich selbst, sondern einer ganzen Branche. Gute Arbeit darf Geld kosten. Und besondere Erinnerungen erst recht. Wie seht ihr das? Ist das einfach nur unrealistische Budgetplanung oder haben wir als Kreative selbst dazu beigetragen, dass unsere Arbeit oft so wenig wertgeschätzt wird? 🤔