Post by Christian Kern
ck
Für die europäische Verkehrspolitik gilt: man kann es gar nicht so dumm denken, wie es hinterher kommt. Früher mal konnte man einfach die Frächterlobby beschuldigen, wenn es nicht lief, heute kann man die Akteure, die den Bahn-Güterverkehr beschädigen, innerhalb des Bahnsystems selber finden. Kleines Beispiel: "In diesem Jahr beobachtet RCG die Sperre der Donauachse mit Sorge. Wegen mehrerer Bauphasen (14. Juni bis 11. Juli sowie 20. September bis 12. Dezember) müssen Umleitungen eingerichtet werden. Da aber die Strecke Wels–Salzburg– München als Ausweichroute stark belastet ist, prüft RCG, ob Verkehre über Ennstal–Schoberpass–Semmering laufen können. Aber auch auf der Brennerroute finden Bauarbeiten statt. Von 18. Juli bis 2. August 2026 ist die wichtige Transitstrecke voll gesperrt. Die Umleitung soll weitestgehend über die stark beanspruchte Achse Tarvisio–Salzburg–Rosenheim erfolgen. Auch dort wird im zweiten Halbjahr gebaut: Zwischen dem 22. August und 20. September 2026 ist die Strecke Tarvisio–Udine dicht. Umleitungen über Slowenien sind aufgrund paralleler Bauarbeiten nicht möglich." (aus DVZ) Ist da jemand? Wir kontrollieren und regulieren in Europa alles und jeden, investieren Milliarden in internationale Korridore, doktern mit DAC und ETCS/FRMCS herum, aber vergessen immer wieder auf die Basics.