Post by Charité - Universitätsmedizin Berlin
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Mit 16 Jahren steht für viele junge Menschen plötzlich die Welt Kopf. Alles fühlt sich fremd an – die Gedanken, der Körper, der Alltag. Viele Jugendliche erleben Ängste, Stimmungseinbrüche, Wahrnehmungsveränderungen oder Rückzug, lange bevor die Diagnose einer psychischen Erkrankung gestellt wird. Jetzt wäre therapeutische Unterstützung am wichtigsten, es gibt sie aber zu selten – und ganze Lebenswege geraten aus der Bahn. 💡 Etwa 75 Prozent aller psychischen Erkrankungen treten vor dem 25. Lebensjahr auf – gleichzeitig haben Jugendliche den schlechtesten Zugang zu klinischen Angeboten. Das neue Einstein Center for Youth Mental Health (ECYM) tritt an, jungen Menschen künftig besser zu helfen. Gestern ist es mit einer Kick-off-Veranstaltung gestartet. 💪 Die gute Nachricht ist, dass sich Fehlentwicklungen in jungen Jahren mit therapeutischen Maßnahmen noch gut korrigieren und die Widerstandsfähigkeit verbessern lassen. Früh erkannt, lässt sich also manche psychische Erkrankung verhindern. 🧠 Deshalb arbeitet das ECYM-Team darauf hin, Frühstadien psychischer Erkrankungen im Jugendalter besser zu diagnostizieren. Gelänge dies, könnten gezielte Therapien die Entwicklung z. B. von Psychosen verhindern. Außerdem planen die Forschenden, neue Versorgungsmodelle für junge Menschen zu erproben. Deren wichtige Perspektive wird dabei aktiv einbezogen. 🔍 Kern des ECYM ist eine Studie, die rund 1.000 junge Menschen über 4 Jahre wissenschaftlich eng begleitet. Zum Einsatz kommt zum Beispiel ein neues Verfahren („OPM-MEG“), das Magnetfelder des Gehirns mit neuartigen Quantensensoren ausliest, sowie App-gestützte Befragungen und KI-gestützte Auswertungen. 🚀 Die Studie startet im Juli! Sie richtet sich an 12- bis 25-Jährige, die ein hohes Risiko für eine Psychose, eine bipolare Störung oder eine Borderline-Persönlichkeitsstörung haben – aber auch Gleichaltrige ohne erhöhtes Risiko. Im Übrigen lassen sich einige Unterprojekte – wie Workshops an Schulen – nur mit Spenden umsetzen. Warum ist das wichtig? Weil allein von den untersuchten drei Erkrankungen 6 Millionen Menschen in Deutschland betroffen sind. Mehr Infos auf der Webseite des ECYM: https://lnkd.in/dXUgQqTC ℹ️ Im ECYM forschen 7 Berliner Institutionen: Charité, Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Technische Universität Berlin, Vivantes – Netzwerk für Gesundheit GmbH, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und die Physikalisch-Technische Bundesanstalt, PTB . Das ECYM wird von der Einstein Foundation Berlin mit 6 Millionen Euro über 6 Jahre gefördert. Peter Uhlhaas #charitéberlin #mentalegesundheit #youthmentalhealth