Post by Charalambos Tsavalos

Architekt @ Selbstständig | Management

In der Diskussion um KI-gestützte Stadtentwicklung wird oft übersehen, wie viele Menschen an einem einzigen Grundstück Rechte halten können: Wohnungsrechte, Nießbrauch, Erbbaurechte, Grunddienstbarkeiten. "Der Eigentümer stimmt zu" reicht nicht. In meiner neuen Fallstudie zum BOT-Konzept (Built On Trust) habe ich das bewusst zum Testfall gemacht: Gartenstraße 14, Eigentümer plus eingetragenes Wohnungsrecht nach § 1093 BGB. Das Ergebnis in einem Satz: Ein System, das Entwicklungsprozesse anstoßen darf, muss die Zustimmung aller dinglich Berechtigten einholen – oder es darf gar nichts anstoßen. Das klingt nach einer Bremse. Tatsächlich ist es das Gegenteil: Erst wenn das System Vetopositionen ernst nimmt, kann es glaubwürdig vermitteln. Im Fall Gartenstraße 14 heißt das: Der Mediationskern entwickelt ein Ersatz-Wohnungsrecht im Neubau als Verhandlungsoption – statt die Bewohnerin als "Hindernis" zu behandeln. Vertrauen ist keine Marketingvokabel. Es ist eine Architekturentscheidung #Stadtplanung #KI #PropTech #BauGB #Beteiligung #DesignScienceResearch #Bauleitplanung #SmartCity #UrbanPlanning