Post by Christian Doppler Forschungsgesellschaft CDG
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3 Fragen an...Laborleiterin Barbara Lieder Barbara Lieder, Leiterin des CD-Labors für Geschmacksforschung, hat mit 1.10.2021 die Professur für Biomolekulare und Integrative Physiologie an der Fakultät für Chemie übernommen. Wir nutzen die Gelegenheit für ein Kurzinterview. CDG: Wir gratulieren zur Berufung! Können Sie in drei Sätzen beschreiben, an welchen Themen Sie forschen? Barbara Lieder (BL): Vielen Dank! Meine Forschungsinteressen liegen in einem verbesserten Verständnis der Interaktion von Lebensmittelinhaltsstoffen mit Chemosensoren, die in der Mundhöhle vorkommen, aber auch in extraoralen Geweben wie zum Beispiel dem Darm oder auch der Haut. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Identifizierung von Faktoren, die die Aktivierung von Chemosensoren durch Lebensmittelinhaltsstoffe bestimmen und welche Auswirkungen dies für die sensorische Wahrnehmung und den Stoffwechsel hat. Dazu verfolgen wir einen multidisziplinären Ansatz, der sensorische Untersuchungen, klassische (bio)-chemische Analysemethoden mit 2D- und 3D-Zellkulturmodellen, sowie Humanstudien umfasst. CDG: Denken Sie, die Tatsache, dass Sie ein CD-Labor leiten hat eine Rolle gespielt bei der Entscheidung für Sie? BL: Aus meiner Perspektive ja. Ich denke, dass die Leitung des CD-Labors eine entscheidende Rolle gespielt hat. Denn dadurch wurde die eigenständige Entwicklung von Forschungsideen sichtbar sowie wichtige Veröffentlichungen und neue Kooperationen ermöglicht. Außerdem ist die gesammelte Erfahrung in der Einwerbung und Leitung eines größeren Forschungsprojektes sicherlich nicht zu vernachlässigen. CDG: Was schätzen Sie besonders am Fördermodell der CD-Labors? BL: Besonders schätze ich die Möglichkeit, dass man sich über einen längeren Zeitraum einem komplexeren Thema widmen und damit auch Fragestellungen angehen kann, die in kürzeren Projektlaufzeiten nicht realisierbar wären. Gleichzeitig bietet das Konzept des CD-Labors genügend Freiräume und Flexibilität, im Verlauf des Projektes notwendige Anpassungen vorzunehmen. Ein wichtiger Aspekt ist für mich auch die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Denn durch das Projekt hatten und haben viele Studierende die Möglichkeit, ihre akademische Karriere zu starten. Weitere Informationen zum Labor für Geschmacksforschung: https://lnkd.in/emachduA #WissenschafftWert